Kategorie: Camping

FKK-Campingplatztest: Domaine de Riva Bella auf Korsika

FKK-Campingplatz Domaine de Riva Bella auf Korsika. Foto: Gerhard von Kapff

Es gibt Reiseziele, auf die getrost verzichtet werden kann. Andere dagegen möchte man jedem ans Herz legen, der Sinn für die Schönheit der Natur hat und eine entspannte Atmosphäre sucht. Wie beispielsweise Korsika. Die Schwesterinsel von Sardinien liegt im Mittelmeer und hat eine so vielseitige Landschaft zu bieten wie nur wenige andere Inseln. Kulinarisch bietet sie außerdem immer wieder neue Entdeckungen und die Strände sind so unterschiedlich wie weitläufig.

Abgesehen davon hat Korsika etliche Campingplätze, fünf davon sind textilfrei, einer verfügt immerhin über einen FKK-Strand. Der wohl attraktivste Platz ist der seit 1965 bestehende Domaine de Riva Bella, ein Platz an der Ostküste mit Dünen, einer Lagune, Lamas, einem Thalasso- und Spa-Zentrum sowie einem ganz ausgezeichneten Restaurant.

Campingplatz Domain de Riva Bella auf Korsika mit anschließendem Naturschutzgebiet. Foto: Gerhard von Kapff
Campingplatz Domain de Riva Bella auf Korsika mit anschließendem Naturschutzgebiet. Foto: Gerhard von Kapff

Seit 60 Jahren ein Familienbetrieb

Seit über 60 Jahren betreibt die Familie Gaddoni den Campingplatz direkt am Meer. „Damals wurde hier vor allem Wein angebaut und meine Eltern haben dann umgestellt auf Camping“, erzählt Marie-Claire Gaddoni, die den Campingplatz leitet. Ein echter Familienbetrieb ist das, denn auch zwei ihrer Töchter und eine Schwester arbeiten mit. „Ich selbst bin eigentlich immer im Bereich rund um die Rezeption zu finden“, sagt Gaddoni. Nur konsequent also, dass die Familie Mittags gemeinsam und für alle Gäste sichtbar auf der Rezeptions-Terrasse isst.

Einst ein Weingut

Einst war das heutige Campinggelände ein Weingut, die flache Dünenlandschaft und die großen Senken dazwischen boten sich dafür an. 1965 allerdings beschlossen die Eltern einen anderen Weg zu gehen und das Gelände für Camper zu öffnen. Der damalige Campingboom half ihnen dabei, vor allem Gäste aus der nahen Provinzhhauptstadt Bastia zu locken. Bereits zwei Jahre später folgte die Umstellung auf FKK. Ein weiterer damaliger Boom, den die Familie erkannt hatte und der sich auch finanziell auszahlte.

Thalasso- und Spa auf dem FKK-Camping Domaine de Riva Bella. Foto: Gerhard von Kapff
Thalasso- und Spa auf dem FKK-Camping Domaine de Riva Bella. Foto: Gerhard von Kapff

Spa- und Thalasso-Zentrum auch für den Winter

Im Laufe der Jahre wurde das „damals sehr einfache Camp“ (Gaddoni) zu einem gehobenen Campingresort mit Thalasso- und Spa-Zentrum weiterentwickelt. Irgendwann war es – im Gegensatz zu den meisten anderen Campingplätzen – auch kein Saisonbetrieb mehr. Riva Bella ist heute das ganze Jahr über geöffnet. „In den Sommermonaten sind wir meist ausgebucht“, sagt Gaddoni, „im Winter haben wir natürlich viel weniger, manchmal sogar nur 40 Gäste. “

Lagune beim  FKK-Camping Domaine de Riva Bella. Foto: Gerhard von Kapff
Lagune beim FKK-Camping Domaine de Riva Bella. Foto: Gerhard von Kapff

Natürliches Gelände mit viel Platz

Es ist eine gewisse Gelassenheit, gut möglich, dass es sich um Lebenserfahrung handelt, die beim Gespräch mit der Camp-Besitzerin immer wieder zu spüren ist. Sie setzt sich auch in der Planung für die Weiterentwicklung des Campingplatzes fort. Denn zunächst fällt dem Besucher auf, dass es auf Riva Bella zwar Parzellen gibt. Es wurden aber keine Sträucher oder Büsche gepflanzt, um die Camper voneinander abzugrenzen oder gar Sichtkontakt zu verhindern. Außerdem wurde das Gelände nicht planiert oder gar um gestaltet wie es momentan vor allem in Kroatien Trend ist. Es gibt mehrere Möglichkeiten, den Camper oder das Zelt gerade hinzustellen, ansonsten aber wurde das Gelände weitgehend so gelassen, wie es eben war: Es ist ein bisschen hügelig und man kann sich heute noch gut vorstellen, wo einst die Reben der Weintrauben in langen Reihen verliefen. Auch wenn damals und im Gegensatz zu heute wohl nur wenige Bäume vorhanden waren.

Viel Platz für den Camper: Parzelle auf  dem FKK-Camping Domaine de Riva Bella. Foto: Gerhard von Kapff
Viel Platz für den Camper: Parzelle auf dem FKK-Camping Domaine de Riva Bella. Foto: Gerhard von Kapff

Die Camper sollen viel Platz haben

Abgesehen davon sind vor allem die Parzellen im hinteren Bereich des Platzes so groß, dass andere Campingplatz-Betreiber darauf leicht fünf oder mehr Stellplätze ausweisen würden. „Natürlich könnte ich die Parzellen kleiner machen und mehr Plätze ausweisen“, sagt Marie Claire Gaddoni: „Aber es bringt auf lange Zeit nichts, wenn man zu sehr aufs Geld schaut oder zu viel spart. Wenn ich mehr Besucher habe, brauche ich mehr Personal, mehr Strom und eine größere Infrastruktur. Es ist langfristig besser, guten Service zu bieten.“

Bungalows in den Dünen auf  dem FKK-Camping Domaine de Riva Bella. Foto: Gerhard von Kapff
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Bungalows in den Dünen auf dem FKK-Camping Domaine de Riva Bella. Foto: Gerhard von Kapff

Bungalows in den Dünen mit Meerblick

Aus diesem Grund schließt sie sich dem Trend zu Mobilehomes auch nur etwas widerstrebend an. „Klar, wenn man nur aufs Geld schauen würde, müsste man mehr als unsere 35 Mobilehomes anbieten“, weiß sie. Aber ihrer Familie sind die 90 Bungalows und 17 Chalets, die teils in erster und zweiter Reihe zum Strand stehen, und eine überwältigende Sicht aufs Meer haben, sympathischer: „Die sind solide aus Stein gebaut, sind langlebig und gut isoliert“.

Lamas als Brandschützer auf  dem FKK-Camping Domaine de Riva Bella. Foto: Gerhard von Kapff
Lamas als Brandschützer auf dem FKK-Camping Domaine de Riva Bella. Foto: Gerhard von Kapff

Ein Lama am Fenster des Campers

Kurios, dass die Isolierung der kleinen Bungalows mit den Mit-Bewohnern von Riva Bella zusammenhängt. Es ist gut möglich, dass den Campern oder Bungalowgästen unerwartet ein Lama über die Schultern oder durchs Küchenfenster schaut. Die südamerikanischen Nutztiere erfüllen auch auf Riva Bella eine wichtige Aufgabe. „Es gibt auf der Insel immer wieder verheerende Brände, die sich durch das Buschwerk der Macchia schnell weiterverbreiten“, sagt Gaddoni: „Deshalb haben wir uns Lamas zugelegt, die in ihrem Gehege alles bis auf Kopfhöhe abfressen. Wenn es brennt, ist das eine Schneise vor dem Campingplatz, die leicht zu löschen ist.“

Unerwartete Besucher: Lamas auf  dem FKK-Camping Domaine de Riva Bella. Foto: Gerhard von Kapff
Unerwartete Besucher: Lamas auf dem FKK-Camping Domaine de Riva Bella. Foto: Gerhard von Kapff

Lama-Wolle als Dämmmaterial für die Bungalows

Die meisten Tiere sind in ihrem weiten und umzäunten Gehege unterwegs. Mitunter aber büchst das ein oder andere der 35 Lamas aus und besucht die Camper. „Momentan sind es zwei, die irgendwie rausgekommen sind“, sagt Gaddoni und lächelt: „Man kann sie auch sehr gut von den anderen unterscheiden, da das Fell so struppig ist.“ Das Fell ist ein weiterer positiver Aspekt, um Lamas zu halten. „Die Wolle ist perfekt, um damit die Bungalows zu dämmen.“ Wer nun fragt, ob es im Resort-eigenen Restaurant daher auch Lama-Braten gibt, erntet einen entsetzten Blick der Camp-Chefin: „Nein, nein. Das sind doch so liebe Tiere. Die dürfen einfach hier leben.“

Open-Air-Waschhaus mit Meerblick: FKK-Camping Domaine de Riva Bella. Foto: Gerhard von Kapff
Open-Air-Waschhaus mit Meerblick: FKK-Camping Domaine de Riva Bella. Foto: Gerhard von Kapff

Einer von sechs FKK-Plätzen bei france4Naturisme

Riva Bella ist Teil der Campingplatzvereinigung france4Naturisme, die ihren Ursprung vor 35 Jahren nahm. „Wir sind die Besitzer von sechs Campingplätzen, die auch in Frankreich sind und waren einfach zu Beginn alle lediglich befreundet“, erzählt Gaddoni: „Irgendwann haben wir dann überlegt, dass wir gemeinsam einen in etwa gleichen Qualitätsstandard anbieten könnten und haben die Vereinigung gegründet.“ Die Vereinigung beschreibt sich selbst so: „Seit 1992 lädt Sie unser Netzwerk aus sechs außergewöhnlichen FKK-Anlagen dazu ein, einen authentischen Urlaub in einigen der schönsten Naturgebiete Frankreichs zu verbringen. Von Korsika bis zum Languedoc, über die Atlantikküste und die Provence, jeder unserer FKK-Campingplätze verpflichtet sich, Ihnen einen qualitativ hochwertigen Empfang und erstklassige Dienstleistungen zu bieten, sowie eine breite Palette an Aktivitäten und Einrichtungen für die ganze Familie bereitzustellen. Wir vertreten Werte wie Achtung, Freiheit, Leben in Osmose mit der Natur und ökologische Verantwortung.“

Camping Domaine de Riva Bella. Foto: Gerhard von Kapff
Camping Domaine de Riva Bella. Foto: Gerhard von Kapff

Campingplatz-Test

Öffnungszeiten: Das ganze Jahr über geöffnet. FKK von 1. April bis 5. November.

Gelände und Parzellen: Riva Bella besteht aus einem leicht hügeligen Bereich mit Stellplätzen und Mobilehomes. Daran schließt sich ein flacher Bereich in Richtung Dünen an, in dem die Stellplätze etwa weniger Platz bieten als im oberen Teil. In die Dünen gebaut wurden – was heute sicher aus Umweltgründen nicht mehr erlaubt würde, aber jahre- oder jahrzehntelanger Bestand ist – Bungalows in verschiedenen Größen und Varianten. Teils mit Stein- teils mit Holzterrassen. Die vorderen beiden Reihen haben einen sensationellen Blick über den Strand und das Meer, das allenfalls 30 Meter entfernt ist.
Rezeption: Kompetent, freundlich und schnell.

Mini-Supermarkt: Ist vorhanden, um das Nötigste einzukaufen.

FKK-Campingplatz Restaurant auf Camp Domaine de Riva Bella auf Korsika. Foto: Gerhard von Kapff
FKK-Campingplatz-Restaurant Domaine de Riva Bella auf Korsika. Foto: Gerhard von Kapff

Restaurant: Das Restaurant mit seiner herrlichen Terrasse über dem Meer ist schon optisch eine Sensation. Der Innenraum, der im Falle von schlechter Witterung genutzt werden muss, ist karg und ein wenig lieblos eingerichtet. Im Gegensatz dazu ist die Qualität der Gerichte teils überwältigend. Wir hatten bei unserem Campingplatz-Test fünf Abende das Halbpensions-Menü und hatten exakt ein Gericht, das lediglich ordentlich und gut war. Alle anderen haben uns geschmacklich, von der Qualität der verwendeten Produkte und von der Präsentation absolut überzeugt. Neben den meisten positiven gibt es im Internet einige wenige negative Kritiken. Für uns nicht im Geringsten nachvollziehbar, das Abendessen im Riva Bella war stets die Krönung des Tages.

Halbpension: Die Halbpension, die auch Campingäste buchen können, beinhaltet für 45 Euro ein sehr opulentes, auch optisch attraktiv angerichtetes Frühstück, das am Tisch serviert wird. Abends kann jeder Gast entweder aus der Karte oder dem tagesaktuellen Angebote je zwei Gerichte wählen. Also Haupt- und Nachspeise, Vor- und Hauptspeise oder Vor- und Nachspeise. Mit enthalten ist pro Person ein Viertelliter Wein und Wasser oder alternativ ein Glas Bier (0,4) sowie Kaffee. Der Kinderpreis beträgt 25 Euro.

Wandern oder Spazierengehen im angrenzenden Naturschutzgebiet: FKK-Camping Domaine de Riva Bella. Foto: Gerhard von Kapff
Wandern oder Spazierengehen im angrenzenden Naturschutzgebiet: FKK-Camping Domaine de Riva Bella. Foto: Gerhard von Kapff

Wellness: Im Spa- und Thalasso-Zentrum werden eine große Anzahl an Anwendungen gegen Bezahlung angeboten. Die kostenlose Fass-Sauna mit Meerblick – ein echter Tipp – ist ab 16 Uhr in Betrieb. Zum Abkühlen steigt man direkt ins Meer.

Sport: Tägliche, kostenlose Sportangebote für Erwachsene, vom 15. Juni bis 15. September morgens Yoga sowie je nach Programm Fitness auf dem Meer, Fitness auf dem Paddle, Nordic Walking, Bauch-Beine-Po, Hiit, Pilates, Bogenschießen mit Annie, Wassergymnastik, Paddeln, Kanu fahren oder Windsurfen , Töpferei, Acquarellkurs, Tangokurs.

Kids-Club: Im Juli und August, vormittags und nachmittags für Kinder von 4 bis 14 Jahren. Die Kinder werden von einem BAFA-qualifizierten Animateur betreut und unternehmen Aktivitäten, die für alle Altersgruppen geeignet sind: Sport, Basteln, Naturaktivitäten. Das Animationsteam spricht Französisch, Englisch, Deutsch und Spanisch.

Gästestruktur: 50 Prozent Franzosen bzw. Korsen, 30 Prozent deutsche Urlauber, 10 Prozent Schweizer und Holländer.

Ausblicke auf einen weiteren einsamen Strand: FKK-Camping Domaine de Riva Bella. Foto: Gerhard von Kapff
Ausblicke auf einen weiteren einsamen Strand: FKK-Camping Domaine de Riva Bella. Foto: Gerhard von Kapff

Persönliches Fazit

Der Campingplatz Riva Bella, auf dem wir in einem Mobilehome waren, hat uns absolut überzeugt.

Die Gründe: Der außergewöhnlich schöne Strandbereich mit Sanddünen, der sich über Kilometer hinzieht. Das auch im September noch warme und glasklare Wasser (trotz Wellen). Ein Restaurant mit einer nicht nur für einen Campingplatz überwältigenden Küche. Die Großzügigkeit der Parzellen vor allem im hinteren Camp-Bereich. Das gute Wifi: Es wurden vor Kurzem zwölf Kilometer Glasfaserkabel verlegt.

Überwältigend ist aber auch der Blick auf die beiden Lagunen. Riva Bella hat das Glück, direkt am Rande eines Naturschutzgebietes zu liegen, in dem von September bis April in einer Salzwasserlagune Flamingos leben. Zu Fuß erreichbar ist auch die gewaltig große Lagune Etangs de Diane.

Unseren Erfahrungen nach ist Riva Bella ein exzellent und mit viel Erfahrung geführter Campingplatz auf sehr hohem Niveau an einem schönen langen Sandstrand. Wer unbedingt will, kann kritisieren, dass die Sanitäranlagen schon etwas älteren Datums sind. Letztlich entscheidend: Sie sind gepflegt und sauber. Vor allem hat uns der Blick und die Qualität des Essens im Restaurant überrascht. Die Gäste waren bei unserem Besuch – wie meist auf FKK-Plätzen – freundlich, aufmerksam und entspannt. Da der nächste Ort eine Handvoll Kilometer entfernt ist, ist ein Mietwagen sinnvoll, eigentlich notwendig. Am besten Vorausbuchen und am Flughafen Bastia abholen.

Mal etwas anderes: Massagen mit Meerblick auf dem FKK-Camping Domaine de Riva Bella. Foto: Gerhard von Kapff
Mal etwas anderes: Massagen mit Meerblick auf dem FKK-Camping Domaine de Riva Bella. Foto: Gerhard von Kapff

Wie viele Sterne?

Meine Besuche auf Campingplätzen enden inzwischen nur selten mit Enttäuschungen. Die Standards sind meistens zumindest weitgehend in Ordnung oder so, wie in der Beschreibung. Noch seltener, eigentlich fast nie aber kann ein Platz mit vielen kleinen Details und der Atmosphäre so sehr überraschen, dass ich mir fest vornehme, sehr bald wieder dort zu Gast sein zu wollen. Der unaufgeregt-sympathische Campingplatz Riva Bella gehört seit meinem Besuch ganz sicher zu dieser Kategorie. Fünf von fünf Sternen – eine wirkliche Empfehlung.

Traumhafte Spaziergänge direkt beim, Camping Domaine de Riva Bella. Foto: Gerhard von Kapff
Traumhafte Spaziergänge direkt beim Camping Domaine de Riva Bella. Foto: Gerhard von Kapff

Adresse:

Riva Bella Naturistencamping, Thalasso & Spa Resort

Route de Riva Bella
20270 Aléria, Korsika
Telefon: 0033 (0)4 95 36 38 38

https://www.naturisme-rivabella.com/de

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FKK-Camping: Ist das etwas auch für mich?

Zur Info und Offenlegung: Wir werden für diese Artikel nicht bezahlt, der Aufenthalt in einem Mobilehome mit Halbpension war aber Teil der Abmachung für eine Berichterstattung. Ich bin gelernter (Sport)-Redakteur, kein Influencer, und schreibe nur das, was ich selbst empfinde.


#rivabella #rivabellakorsika #corsica #korsika #corsicagram #paradisecorse

FKK-Camping: Ist das etwas auch für mich?

FKK-Campingplatz Domaine de Riva Bella auf Korsika. Foto: Gerhard von Kapff

Camping, Korsika und FKK – das passt einfach zusammen. Noch nie auf der Mittelmeerinsel gewesen? Noch nie textilfreien Urlaub ausprobiert? Dann schildere ich jetzt ganz konkret am Beispiel des Campingplatzes Domaine de Riva Bella, wie man sich das vorstellen muss und was man beachten sollte. Vor allem aber beschreibe ich, wie es gefühlsmäßig ist, plötzlich gänzlich unbekleidet zwischen Mobilehomes, Zelten, Wohnwagen und Wohnmobilen sowie deren Besitzerinnen und Besitzern unterwegs zu sein.

FKK-Campingplatz Domaine de Riva Bella auf Korsika. Foto: Gerhard von Kapff
FKK-Campingplatz Domaine de Riva Bella auf Korsika. Foto: Gerhard von Kapff

Nackt im Restaurant zu sitzen ist ein „non-go“

Wer erzählt, ein Freund von FKK-Urlaub zu sein, muss sich auf recht unterschiedliche Reaktionen einstellen. Es ist immer wieder erstaunlich, wie wenige Menschen aus dem eigenen Umfeld oder Bekanntenkreis schon einmal auf einem FKK-Campingplatz waren. Schon alleine deshalb wird man immer wieder die Antwort hören, die in etwa lautet: „Nein, nein, das muss ja wirklich nicht sein.“ Gefolgt von der Furcht, sich unter so vielen Nackten unwohl zu fühlen, lautet die Antwort Nummer drei oft genug: „Ich will einfach nicht nackt im Restaurant sitzen.“ Trifft man dagegen auf Camper, die den hüllenlosen Urlaub schon einmal ausprobiert haben, wird man normalerweise gemeinsam ins Schwärmen kommen.

FKK-Campingplatz Domaine de Riva Bella auf Korsika. Foto: Gerhard von Kapff
FKK-Campingplatz Domaine de Riva Bella auf Korsika. Foto: Gerhard von Kapff

FKK: Die Regeln

Es ist daher wichtig, klarzustellen, was im FKK-Urlaub erlaubt ist – und vor allem, was nicht.

  1. Nackt in ein Restaurant einzulaufen ist ein absolutes No-Go. Wer abends essen geht, kommt selbstverständlich bekleidet. Allenfalls Mittags sitzen mitunter Menschen nur mit einem Handtuch als Unterlage in der Bar. Aber auch das ist eher unüblich.
  2. Ein FKK-Urlauber ist nie komplett ohne Textilien unterwegs – ein Handtuch ist schon aus hygienischen Gründen immer dabei. Es gibt zwar mitunter immer wieder Kandidaten, die tagsüber Nackt auf einem Barhocker sitzen. Die Wahrscheinlichkeit ist aber groß, dass sie unmissverständliche Ansagen der Mit-Camper erhalten. Wenn es um Hygiene geht, sind FKK-Anhänger auch zu Recht ein wenig pingelig.
  3. Die sanitären Anlagen sind genau aus dem eben genannten Grund daher in FKK-Camps meist in besserem Zustand als auf vergleichbaren Plätzen.
  4. Voyeure und sexuelle Handlungen sind unerwünscht. Die meisten FKK-Plätze haben in dieser Hinsicht klare Regeln, die normalerweise auch kompromisslos angewendet werden. Wer gegen sie verstößt, fliegt aus dem Camp.
  5. Alleinreisende Männer werden oftmals abgewiesen. Man kann das stigmatisierend finden oder nicht – die Erfahrung zeigt, dass diese Regeln mitunter notwendig sind. Wer dem Personal an der Anmeldung allerdings bereits bekannt ist, vorher telefonisch nachfragt oder den Ausweis eines FKK-Verbandes hat, sollte keine Probleme haben.
  6. Kinder und Jugendliche werden nicht gezwungen, sich ebenfalls auszuziehen. Schließlich haben sie Ferien, sollen sich wohlfühlen und eventuell entdecken, dass es viel natürlicher und angenehmer ist, nackt im Wasser zu baden oder, wenn es ihnen gefällt, unbekleidet mit Freunden zu spielen.
  7. Es gibt immer wieder Erwachsene, die zwar auf einen FKK-Platz wollen, aber trotzdem ausschließlich bekleidet unterwegs sind. Diesen Kandidaten blüht das Gleiche, was auch Menschen ohne Handtuch auf einem Barhocker erwartet: Eine klare Ansage der Mit-Camper.
FKK-Campingplatz Domaine de Riva Bella auf Korsika. Foto: Gerhard von Kapff
FKK-Campingplatz Domaine de Riva Bella auf Korsika. Foto: Gerhard von Kapff

Das erste Mal…

… auf einem FKK-Campingplatz anzukommen, ist schon ein bisschen seltsam. Das erste, was auffällt: Nicht jeder ist nackt. Wer mit dem Rad ins nahe gelegene Dörfchen unterwegs ist oder vom platzeigenen Supermarkt kommt, hat selbstredend etwas an. Niemand erwartet, dass man bis zur Schranke des Campingplatzes nackt sein muss.

Die meisten Mit-Camper allerdings sind ganz selbstverständlich unbekleidet auf dem Weg vom oder zum Strand, zu ihrem Wohnmobil oder gehen Hand in Hand spazieren. Die zweite Auffälligkeit ist die Unbekümmertheit der Feriengäste: Nach einer halben Stunde scheint es so normal zu sein, unbekleidet zu laufen oder in der Liege zu liegen, dass man sich keine Gedanken mehr darüber macht.

FKK-Campingplatz Domaine de Riva Bella auf Korsika. Foto: Gerhard von Kapff
FKK-Campingplatz Domaine de Riva Bella auf Korsika. Foto: Gerhard von Kapff

FKK-Urlauber: Ein unkompliziertes Völkchen

Außerdem sind FKK-Urlauber, das bestätigte sich meiner Frau und mit auch auf dem FKK-Camping Domaine de Riva Bella wieder, ein erstaunlich unkompliziertes und geselliges Völkchen. Wer nicht gerade kontaktscheu ist, wird von den Nachbarn morgens zumindest gegrüßt oder irgendwann in ein Gespräch verwickelt. Irgendwie seltsam ist das anfangs schon, mit einem Pärchen zusammenzustehen und sich eine Zeitlang bis auf die Badelatschen völlig nackt über Gott und die Welt zu unterhalten.

FKK-Campingplatz Restaurant auf Camp Domaine de Riva Bella auf Korsika. Foto: Gerhard von Kapff
FKK-Campingplatz-Restaurant Domaine de Riva Bella auf Korsika. Foto: Gerhard von Kapff

FKK: Nur keine Hemmungen wegen eines Bäuchleins

Keine Hemmungen übrigens: Auf einem FKK-Platz gibt es nicht nur schöne Menschen. Naja, meist sind sie ehrlich gesagt – wie auch sonst im Leben – sogar in der Unterzahl. Die Urlauber spiegeln, wie auch auf jedem anderen Campingplatz der Welt unsere Wohlstandsgesellschaft wieder, sind also mitunter deutlich wohlgenährt oder haben sich zumindest ein Bäuchlein erarbeitet.

Zur Info und Offenlegung: Wir werden für diese Artikel nicht bezahlt, der Aufenthalt in einem Mobilehome mit Halbpension war aber Teil der Abmachung für eine Berichterstattung. Ich bin gelernter (Sport)-Redakteur, kein Influencer, und schreibe nur das, was ich für richtig halte.

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Camping-Messe: Besucher stürmen Fränkische Campertage

Fränkische Camper Tage. SeeCamping Langlau. Foto: Gerhard von Kapff

Wer erfolgreich sein will, muss auch einmal Neues wagen. Wie beispielsweise die Fränkischen Campertage, die erstmals vom 30. April bis zum 3. Mai auf dem SeeCamping Langlau am Ufer der Kleinen Brombachsees stattfanden. Das neue Betreiberpaar, Ben und Odin Dillamar, veranstaltete zusammen mit Holger Merklein von Frankana/Freiko, einem der führenden Großhändler für Camping- und Freizeitbedarf in Europa, die Outdoor-Messe in Franken.

Mitorganisator Frankana Freiko war mit dem eigenen Truck da. Fränkische Camper Tage. SeeCamping Langlau. Foto: Gerhard von Kapff
Mitorganisator Frankana Freiko war mit dem eigenen Truck da. Fränkische Camper Tage. SeeCamping Langlau. Foto: Gerhard von Kapff

Sommerliche Atmosphäre auf dem Top-Campingplatz

Das Betreiberpaar Arndt und Dillamar, das 2023 die Leitung des Platzes übernommen hatte, brachte nicht nur eine neue, queere und offene Atmosphäre auf den Platz, sondern hatte nun auch Glück bei den ersten Fränkischen Campertagen. Das Wetter war sommerlich und vor allem am 1. Mai strömten die Besucher aus der gesamten Region an die Stände, plauderten mit den Anbieter und besuchten den sehr gepflegten Campingplatz direkt am See.

Fränkische Camper Tage. SeeCamping Langlau. Foto: Gerhard von Kapff
Fränkische Camper Tage. SeeCamping Langlau. Foto: Gerhard von Kapff

„So viele Besucher hatten wir gar nicht erwartet“, sagte Holger Merklein und Odin Dillamar konnte es kaum fassen, dass am 1. Mai, einem Feiertag, „geschätzt zwischen 6000 und 7000 Camping-Interessierte“ über das Gelände schlenderten, bei Live-Musik und Bieranstich Schäufele, Bratwürste und Pizza genossen. „Auch die Aussteller waren zufrieden“, sagt Merklein: „Und wenn die zufrieden sind, sind es wir auch.“

Fränkische Camper Tage. SeeCamping Langlau. Foto: Gerhard von Kapff
Fränkische Camper Tage. SeeCamping Langlau. Foto: Gerhard von Kapff

Am Wochenende meist ausgebucht

Keine Überraschung war dagegen, dass der Campingplatz ausgebucht war. „An den Wochenende und in den Ferien sind wir fast immer ausgebucht,“ sagt Dillamar: „Wir haben die Campertage ganz bewusst auf dieses Wochenende mit dem Feiertag gelegt, da wir im Sinne der Aussteller sicher sein wollen, dass auch genügend Besucher kommen.“

Fränkische Camper Tage. SeeCamping Langlau. Foto: Gerhard von Kapff
Fränkische Camper Tage. SeeCamping Langlau. Foto: Gerhard von Kapff

Überrascht hat den Campingplatzbetreiber, dass so viele Gäste von Außerhalb kamen: „Da waren zeitweise über 50 Räder vor der Schranke gestanden. Aber klar, wenn ich an einem Wochenende nicht weiß, was ich machen soll und nur ein wenig Campingaffin bin, würde ich auch kommen.“ Interessant war aber auch, dass die Besucher von bis zu 150 Kilometer Umgebung kamen: „Man hat das an den Kennzeichen gesehen. Aber klar, an diesem Wochenende gab es in der weiterten Region nichts Vergleichbares.“

Fränkische Camper Tage. SeeCamping Langlau. Foto: Gerhard von Kapff
Fränkische Camper Tage. SeeCamping Langlau. Foto: Gerhard von Kapff

Tipp: Die Camper Lounge

Neben dem üblichen Campingzubehör von der Kühlbox bis zum Klappstuhl gab es auch echte Innovationen. So stellte Walter Schimmel, der Geschäftsführer von Best Camping-Parts das so genannte Handtaschen-Vorzelt vor. Die „Camper-Lounge“ passt an Markisen mit 2,50 Meter Ausfallbreite und ist so kompakt, dass es in einen leicht zu verstauenden Beutel passt. Mit dem fairen Preis von 299 Euro und einem Gewicht von nur 3,5 Kilo ist es eine hochinteressante Alternative zu den Angeboten anderer Anbieter.

Tolle Idee: Das Vorzelt, das in eine kleine Tasche passt stellte Walter Schimmer von BCP bei den Fränkischen Camper Tagen im SeeCamping Langlau vor. Foto: Gerhard von Kapff
Tolle Idee: Das Vorzelt, das in eine kleine Tasche passt stellte Walter Schimmer von BCP bei den Fränkischen Camper Tagen im SeeCamping Langlau vor. Foto: Gerhard von Kapff

Der Trick mit dem Zip

Warum Reis, Mehl oder Haferflocken in zerbrechliche oder hässliche Kunststoff-Boxen packen, wenn es doch die einfacher geht? Das zumindest dachte sich Tim Stapenhorst, der auf den Fränkischen Camper Tagen MyZip vorstellte. Die Idee ist einfach und genial: Alle Lebensmittel, die beim Campen vorrätig sein sollten, werden in unterschiedlich große, lebensmittelechte Zip-Beuteln untergebracht. Der Vorteil: Nichts kann kaputt gehen oder auslaufen, das System ist platzsparend, die Lebensmittel sind luftdicht verschlossen und die Beutel sind auch noch nachhaltig. Sie können sogar in die Spülmaschine, indem sie zwischen zwei Stäben (wie Gläser) positioniert werden. Dass sie auch noch gut aussehen und in verschiedenen Größen vorhanden sind, macht das Konzept zusätzlich interessant. Und am Ende ist der Preis auch noch so fair, dass sich ein Versuch mit MyZip auf jeden Fall lohnt.

Coole Idee: Zip-Beutel von My Zip anstatt sperriger Aufbewahrungsdose. Fränkische Camper Tage. SeeCamping Langlau. Foto: Gerhard von Kapff
Coole Idee: Zip-Beutel von My Zip anstatt sperriger Aufbewahrungsdose. Fränkische Campertage. SeeCamping Langlau. Foto: Gerhard von Kapff

Kuschlig und magisch

Die dritten der 44 Aussteller der Fränkischen Camper Tage, die auf dieser Seite vorgestellt werden sollen, sind Jans & Manu. Sie bieten die so genannte „magische Stuhlauflage“ an. Dass die beiden selbst Camper sind, spürt man sofort am Produkt: Hier hat sich jemand Gedanken gemacht, wie man auch an kühleren Tagen oder Abenden gemütlich Draußen oder im Vorzelt sitzen kann. Die Auflagen mit den charakteristischen, 17 querliegenden Kammern sind mit einer isolierenden Füllung versehen, die die Körperwärme nicht ableitet, sondern reflektiert. „Selbsterwärmend – ohne Kabel, ohne Strom“, sagen sie.

Charmant an dem Angebot ist auch, dass die beiden die erstaunlich kuschligen Auflagen in Handarbeit selbst herstellen. Jens und Manu nähen, füllen und besticken sie selbst. Nach einem kurzen Test ist auch der Autor dieser Zeilen überrascht: Die Auflagen sehen nicht nur gut aus, sondern bieten wirklich einen außergewöhnlich angenehmen Sitzkomfort. Und dafür, dass sie deutsche Handarbeit sind und man sogar individuelle „Widmungen“ aufsticken lassen kann, ist der Preis von 75 Euro wirklich in Ordnung.

Kuschlige Idee: Auflagen für Campingstühle Fränkische Camper Tage. SeeCamping Langlau. Foto: Gerhard von Kapff
Kuschlige Idee: Auflagen für Campingstühle Fränkische Camper Tage. SeeCamping Langlau. Foto: Gerhard von Kapff

Ob es die Fränkischen Campertage ein zweites Mal geben wird, ist derzeit noch offen. „Diesmal war das Wetter traumhaft, aber Outdoor ist immer ein Risiko“, weiß Campingplatzbetreiber Dillamar: „Wir machen das ja nebenher neben unserer normalen Arbeit auf dem SeeCamping Langlau. Und der Aufwand ist enorm.“ Auch Holger Merklein, der bei Frankana/Freiko im Vertrieb arbeitet, gibt sich noch bedeckt: „Jetzt müssen wir das erst einmal sacken lassen“, sagt er und lächelt verschmitzt. Es scheint so, als hätten ihm die Fränkischen Campertage genauso gefallen wie den vielen Besuchern.

Holger Merklein stellt die Initiative für rücksichtsvolles Miteinander auf Campingplätzen bei den Fränkischen Camper Tagen im SeeCamping Langlau vor. Foto: Gerhard von Kapff
Holger Merklein stellt die Initiative für rücksichtsvolles Miteinander auf Campingplätzen bei den
Fränkischen Camper Tagen im SeeCamping Langlau vor. Foto: Gerhard von Kapff

Außerdem interessant auf diesem Blog: Starten mit Power-Akku

Die Situation dürfte Campern bekannt vorkommen: Die Wohnmobil-Batterie ist leer und keine Steckdose in der Nähe. Ein normales Ladegerät kommt daher nicht in Frage. Eine Alternative wäre das Starten mit einem Power-Akku wie dem „CS Free“ des schwedischen Herstellers CTEK. Mit Hilfe des sogenannten Boosters ist der Power-Akku laut Beschreibung in der Lage, die Auto-Batterie in 15 Minuten wieder so weit aufzuladen, dass der Motor gestartet werden kann. Klappt das wirklich? Die Antwort ist hier zu finden.

Das Solarmodul kann zum Laden auf die Windschutzscheibe gelegt werden - im Idealfall in die pralle Sonne. Foto: Gerhard von Kapff
Das Solarmodul kann zum Laden auf die Windschutzscheibe gelegt werden – im Idealfall in die pralle Sonne. Foto: Gerhard von Kapff

Camper oder Wohnmobil mieten in Australien

Campingplatz Holiday Park in Tumbling Waters. Ein herrlich grüner Platz nahe Darwin.

Es ist ein Traum: Nach Australien zu fliegen, einen Camper auszuleihen und dann das Land auf ganz individuelle Weise kennenzulernen. Wer ohnehin schon ein Wohnmobil zu Hause stehen hat, wird keine Bedenken haben, ob er oder sie zurechtkommen. Doch auch Neulinge sollten keine Angst haben: Es gilt, ein paar Tipps wie die folgenden zu beherzigen und danach eine ganz außergewöhnliche Reise, vielleicht sogar einen Lebenstraum zu genießen.

Getestet und für gut befunden: Der Maui Ultima Plus.
Getestet und für gut befunden: Der Maui Ultima Plus.

Die richtige Region wählen.

Bevor es daran geht, einen Camper zu buchen, sollte man sich ganz genau erkundigen, wo genau eigentlich die eigenen Vorlieben liegen. Ist es, wie im Fall des hier verlinkten Artikels das Northern Territory mit der Hauptstadt Darwin und dem grünen Hinterland? Oder der „rote“ Teil Zentralaustraliens, die Region rund um Sydney oder ein ganz anderer Teil des Kontinents? Sicher ist nur Eines: Komplett wird man normalerweise Australien wohl nie bereisen können.

Buley Rockhole, Schwimmen gestatte,tLitchfield-Nationalpark, Northern Territory Australien
Buley Rockhole, Schwimmen gestattet,
Litchfield-Nationalpark, Northern Territory Australien

Auf die beste Jahreszeit achten

Entscheidend ist auch die Jahreszeit: Nur um ein Beispiel zu nennen: Ende April/Anfang Mai kann es im Northern Territory noch relativ kalt sein. Vor allem nachts bleibt man dann gerne im Camper und muss in den Restaurants drinnen sitzen. Tagsüber dagegen ist meist bestes T-Shirt-Wetter.

Das Problem für Urlauber ist aber nicht nur die Nachttemperatur. Vielmehr sind in den Nationalparks nach der „wet season“ einige Seen oder Wege, die nahe am Wasser entlangführen, wegen Krokodilgefahr noch gesperrt. Also lieber zwei Wochen später buchen und die herrliche Landschaft intensiv und komplett erleben. Das Gleiche gilt für alle anderen Landesteile: Wer sich genau informiert, wird genau den Urlaub erleben, den er sich vorgestellt hat.

Der Reisespaß beginnt damit, den richtigen Vermieter und den idealen Camper zu finden.
Der Reisespaß beginnt damit, den richtigen Vermieter und den idealen Camper zu finden.

Den passenden Camper auswählen

Die Frage nach dem passenden Camper ist schwierig zu beantworten. Zum einen ist es definitiv eine Preissache, zum anderen wollen manche nicht mit einem Sieben-Meter-Wohnmobil durch die Gegend fahren. In Australien allerdings gibt es auch auf den Straßen Eines, das in Deutschland selten ist: Viele Platz. Außerdem haben die Wohnmobile stets Rückfahrkameras. Wer es also einmal ausprobieren will, mit einem etwas größeren Camper unterwegs zu sein, kann das in Australien wunderbar testen. Nicht nur in diesem Fall ist es übrigens sinnvoll, eine Vollkasko-Versicherung zu buchen. Das erspart viel Stress, wenn doch mal etwas passiert.

Mein ganz persönlicher Ratschlag, wenn es finanziell machbar ist. Wählen Sie einen Camper mit Dusche und Toilette. Das ist einfach bequemer und angenehmer, als Nachts auf ein Toilettenhäuschen auf dem Campingplatz zu müssen. Und natürlich ist es auch herrlich, bei hohen Temperaturen einfach zwischendurch mal unter die Dusche hüpfen zu können. Oftmals lassen sich die Duschschläuche übrigens auch außen am Fahrzeug anstecken, was noch ein bisschen praktischer ist.

Unbedingt die Ausstattungspakete anschauen, die von den Vermietern angeboten werden. Klar kann man sich auch auf den Erdboden setzen, aber ein Klappstuhl und ein Tisch sind einfach bequemer. Oft sind sie aber bereits im Basispaket enthalten.

Den richtigen Vermieter wählen

Hier wird es nun ein bisschen problematisch für mich als Autor dieser Zeilen. Der Grund: Ich habe abgesehen von Internet-Recherchen keinen Vergleich und die Reise war Teil einer Kooperation (siehe unten). Als gelernter (Sport-)Journalist habe ich aber keine Lust, gegen mein Berufsethos zu schreiben. Wenn etwas nicht passt, schreibe ich das auch.

Bei den Recherchen im Internet sind mir bei etlichen Verleihern zunächst relativ viele negative Bewertungen über sehr sehr alte Wohnmobile mit unendlich vielen Kilometern oder einer unvollständigen Ausstattung aufgefallen. Das alles ist leicht nachzulesen und da ich selbst einen Camper zu Hause habe, kann ich mir vorstellen, wie es wäre, mit einem uralten Modell unterwegs zu sein, das vielleicht auch noch technische Probleme hat.

Positive Bewertungen habe ich – immer bezogen auf Darwin – ziemlich viele bei Camperdays.de gefunden und mich daher für den Maui Ultima Plus entschieden. Der Mercedes-Ausbau hatte erst ca. 32000 Kilometer, war sauber und von der Ausstattung her fast genau so, wie ich mir das vorgestellt hatte. Gefehlt hat, das habe ich aber erst gesehen, als ich das Wasser auffüllen wollte, ein Adapter für die Wasserhähne der Campingplätze. Wer Camper ist, weiß aber, dass so etwas normalerweise kein Problem ist. Camper helfen sich gegenseitig – und genauso war es auch in diesem Fall.

Zur Übergabe bei Camperdays: Es war alles vorbereitet, der Camper stand schon auf dem Hof bereit. Es dauerte eine knappe Viertelstunde, ehe ich ihn nach dem Ausfüllen der restlichen Unterlagen übernehmen konnte, aber es gab Sitzgelegenheiten und Australien-Bildbände im klimatisierten Warteraum. Theoretisch hätte man auch vor dem Büro auf einer Sitzbank im Freien warten können. Also kein Problem.

Ein hilfreicher Hinweis: An der Übernahme- und Abgabestation in Darwin steht im Warteraum ein Regal, in dem abreisende Camper ihre übrigen Lebensmittel, selbst gekaufte Campingausrüstung, kleine Gasflaschen und alle, was sie eben nicht mit nach Hause nehmen wollen, hineinlegen. Wer mag, kann sich nehmen, was er will. In meinem Fall war ich vor allem über den Fußabstreifer froh – auch das Northern Territory ist staubig – ein scharfes Curry-Gewürz und einen noch vollen Zehn-Liter-Wasserkanister.

Angenehmes Fahren: Der Maui-Camper ist auf einer Mercedes-Basis aufgebaut.
Angenehmes Fahren: Der Maui-Camper ist auf einer Mercedes-Basis aufgebaut.

Die Übergabe des Fahrzeuges durch eine Mitarbeiterin war so routiniert und so professionell, wie ich das auch erwarte, wenn ich solch ein Fahrzeug für meist mehr als eine Woche übernehme. Die Dame nahm sich ohne jede Hektik Zeit für etliche Nachfragen, alles lief also unproblematisch. Wichtig ist es vor allem, die Technik wie die Klimaanlage, den Kühlschrank, die Dusche und die Toilettenfunktion zu prüfen. Es würde einfach nerven, wenn hier etwas nicht funktioniert und man notfalls sogar noch einmal zur Ausleihstation müsste. Also am besten alles sofort testen – auch das Klo. In meinem Fall habe ich, als die Dame schon wieder in ihrem Büro war, alles noch einmal ganz genau angesehen und ganz in Ruhe meine Reisetasche ausgepackt. Ich war sicher noch eine halbe Stunde auf dem Hof, ehe ich losfuhr.

Die Holzkohle nicht vergessen

Auch für einen langjährigen Camper ist es übrigens faszinierend, wie die Mobile über kleine praktische Details wie den ausfahrbaren Holzkohlengrill verfügen. Die Holzkohle allerdings ist nicht an Bord. Ohnehin ist es ratsam, gleich nach der Übernahme einen der riesigen Supermärkte anzusteuern und vor allem ausreichend Wasser zu kaufen. Aber auch alle anderen Lebensmittel gibt es insbesondere in großen Städten zu vernünftigen Preisen. Außerhalb großer Ortschaften ist das Einkaufen oft schwierig.

Campingplätze vorausbuchen

Auch wenn es langjährigen Campern widerstrebt: Es ist sinnvoll, teils sogar notwendig, Campingplätze vorauszubuchen. Das Problem ist zumindest im Northern Territory nicht etwa, dass sie ausgebucht wären. Irritierender weise sind die Rezeptionen oft bereits ab 14 Uhr geschlossen. Meist hängt zwar ein Zettel mit einer Notfallnummer an der verschlossenen Tür, ob dann tatsächlich jemand ans Telefon geht, ist aber Glückssache. Die frühe Schließzeit bedeutet übrigens nicht, dass die Camper nach 14 Uhr nicht mehr auf den Platz kommen: Wer Vorausbucht, erhält meist einen Code, mit dem er Tag und Nacht vom und auf den Platz kann.

Eine Vorausbuchung per Internet ist auch in den Nationalparks wichtig: Manchmal steht nur ein gutes Dutzend Parkplätze für die Übernachtungen zur Verfügung und es ist einfach nervig, wieder abfahren zu müssen.

Insgesamt aber ist Camping im Norden Australiens eine sehr lockere und entspannte Angelegenheit. Die Stellplätze sind meist im Vergleich zu Europa enorm breit, mit etwas Glück gibt es auf den Campingplätzen sogar einen Wasserhahn direkt am Camper. Schwimmbäder sind Standard, sie sind immer umzäunt und meistens gut gepflegt. Interessant allerdings, dass das bei uns typische Chlor zu Reinigung fast immer durch Salzwasser ersetzt wird. Auf nahezu jedem Campingplatz gibt es einen kleinen Shop und ein mal größeres, mal kleineres Restaurant. Die Qualität des Essens ist meist sehr gut, wenn auch recht fleischlastig. Wichtig allerdings: Die Küche schließt meist relativ früh. Wer also um 22 Uhr noch zum Essen kommen will, hat schlichtweg Pech. Manchmal schließen die Kioske und kleinen Essensstationen in den Nationalparks aber auch schon um 13 Uhr.

Ein Tipp für alle, die in Darwin starten und erst einmal in Ruhe ankommen wollen: Der Holiday Park in Tumbling Waters ist nur gut eine halbe Stunde von der Provinzhauptstadt entfernt. Er gleicht einem riesigen tropischen Garten, die Camper stehen zwischen Palmen, genießen ein großes Schwimmbar und ein ausgezeichnetes Restaurant. Der großzügige Platz ist ein guter Ausgangspunkt in alle Richtungen des Northern Territory.

#camperdays

Zum Camping-Trip durch das Northern Territory gibt es auf diesem Blog einen Extra-Artikel mit einer Bilderstrecke.

Linktipp: Etliche Infos über das Northern Territory gibt es HIER

Offenlegungsklausel: Der Autor recherchierte auf Einladung des australischen Northern Territory und des Wohnmobilverleihers Camperdays.de. Auf die Berichterstattung und Wertung der Tour hat das keinen Einfluss.

Rund um den Simssee

Camping Stein am Simssee nahe des Chiemsees vor einer spektakulären Voralpen-Kulisse.

Mag sein, dass der Chiemsee für Manchen lediglich ein altbekanntes Ziel aus Kindheitstagen ist. Was Kinder aber meist nicht erkennen, das ist, wie zauberhaft die Landschaft vor allem nördlich des Chiemsees ist. Insbesondere der Simssee ist reizvoll. Die unbekannte Schwester des Chiemsees ist perfekt für den Urlaub mit dem Wohnmobil, Radtouren – und Ausflüge zum Königsschloss Herrenchiemsee

Simssee nahe des Chiemsees vor einer spektakulären Voralpen-Kulisse.
Simssee nahe des Chiemsees vor einer spektakulären Voralpen-Kulisse.

Vom Chiemsee aus ist es nur ein Katzensprung zum Simssee. Gerade einmal 13 Minuten braucht man mit dem Wohnmobil vom Campingplatz Stein nach Rimsting, selbst mit dem Rad sind es nur 20 Minuten.

Wie erwartet sind die ufernahen Stellplätze rund um den Simssee nur für Tagesgäste oder teils auch nur für den PKW gedacht. Es gibt zwar auch um den Chiemsee Campingplätze, doch diesmal wollen wir uns vor allem um die „kleine Schwester“ und damit auch um den Campingplatz Stein kümmern.

Der relativ kleine Platz ist nahezu perfekt ausgestattet (lediglich ein Restaurant fehlt, dafür gibts einen Imbiss, der auch komplette Mahlzeiten und einen – nicht eben günstigen – Brötchenservice anbietet), Camping Stein ist exzellent organisiert und die Stellplätze gepflegt, wenn auch nur mit sehr wenig Schatten.

Camping Stein am Simssee
Camping Stein am Simssee

Ein riesiges Plus ist der Abstand der Stellplätze zum Seeufer: Das bedeutet zwar, dass die Camper der ersten Reihe gut 30 Meter ins Wasser laufen müssen, was aber verschmerzbar sein dürfte. Denn dafür steht eben allen Gästen eine breite Liegewiese zur Verfügung. Links davon ist noch ein kleiner Spielplatz, so dass die Nachwuchs-Camper auch von der Wiese aus in Sichtweite spielen können, ohne dass Mama und Papa ständig daneben stehen oder liegen müssen. Das ist entspannter für alle. Insbesondere ob dieser grandiosen Sicht über den See auf die Voralpen. Traumhafter gehts wirklich nicht.

Radausflug Simssee in traumhafter Voralpen-Kulisse.
Radausflug Simssee in traumhafter Voralpen-Kulisse.

Was mir dagegen aufgestoßen ist, ist die Preisgestaltung. Hier passt sich der Camping Stein an die Idee von inzwischen vielen Campingplätzen an, auch in der Nebensaison für den Stellplatz eben mal 44,10 Euro (inclusive Strom bis zu 5kw/4 Euro) aufzurufen. Doch auch das wäre noch mit etwas Magengrummeln akzeptabel, wenn nicht die warmen Duschen einen zusätzlichen Euro für je sechs Minuten kosten würden. Ich weiß, dass der Camping Stein da kein Einzelfall ist, aber irgendwie ist es dann doch ein wenig kleinlich – vor allem, wenn die Wärme zumindest teilweise, im Sommer wohl weitgehend, aus Solarkollektoren stammt. Kein Wunder, wenn immer mehr Camper ausweichen auf Stellplätze am Bauernhof, bei denen man mit einem Einkauf im Hofladen bezahlt oder individuelle Stellplätze im Internet bucht. Klar: Einen See- und Bergblick wie beim Camping Stein ergattert man da normalerweise nicht.

Camping Stein am Simssee nahe des Chiemsees vor einer spektakulären Voralpen-Kulisse.
Camping Stein am Simssee nahe des Chiemsees vor einer spektakulären Voralpen-Kulisse.

Fazit: Ein toller Platz in traumhafter Umgebung. Klare Empfehlung!

Camping Stein im Web

Die Preisliste 2024

Campingplatz-Test: Camp Danica

Slowenien, Sava Bohinjka, Camping Danica

Wer Campingurlaub in Slowenien macht, bekommt fast immer eine faire Gegenleistung. Das ist beim Campingplatz in Bled so, und noch besser im Camp Danica. Bei unserem Campingplatz-Test haben wir mit Letzterem ein kleines slowenisches Juwel entdeckt.

Slowenien, Sava Bohinjka, Camping Danica
Slowenien, Sava Bohinjka, Camping Danica

Das Camp Danica liegt nur ein paar Kilometer vom beliebten Bohinjsko Jerzero-Badesee entfernt. Die Kulisse dort ist beeindruckend, vor allem, wenn sich am Spätnachmittag in den Bergen Gewitter bilden. Auf der Südseite verläuft eine Straße, parallel dazu auch ein Radweg. Der Radweg auf der Nordseite ist dagegen ein besserer Spazierweg und man muss an ein paar Stellen das Rat über umgestürzte Bäume heben. Dafür ist der Nord-Weg weit romantischer und keine Straße in der Nähe.

Fliegenfischen in Slowenien
Fliegenfischen in Slowenien

Camping für Angler

Manche mögen vielleicht auch den Campingplatz bei Ukanc am Südufer romantisch finden, uns war er zu düster, zu chaotisch von den Stellplätzen her und auch zu weit weg von der nächsten größeren Ortschaft. Zumal auch das Campingplatzrestaurant nur eine sehr kleine Auswahl hatte. Etliche Angler sind dort – vielleicht ist das der Reiz dieses Platzes.

Slowenien, Sava Bohinjka
Slowenien, Sava Bohinjka

Camp Danica: Flussterrasse vor dem Camper

Angler gibt es auch im Camp Danica, allerdings sind es meist einheimische Fliegenfischer, die den Fluss Sara Bohinjka entlangwandern. Der Fluss ist auch der besondere Reiz des Platzes. Etliche Stellplätze befinden sich direkt am Ufer und die Camper können teils von kleinen Terrassen direkt auf das Gewässer blicken. Natürlich sind diese Plätze oft schon reserviert, es lohnt sich daher, rechtzeitig zu buchen und nicht in der Hauptsaison noch spontan auf einen Stellplatz dort zu hoffen. Wir haben uns jedenfalls so wohl gefühlt, dass wir ganz sicher wiederkommen und dann auch ein bisschen länger als nur ein paar Tage bleiben werden. Kleiner Tipp: Unbedingt mit dem Rad unterwegs sein. Die Landschaft ist überwältigend.

Die Sanitäranlagen im Camp Danica sind teils Container, auch wenn sie so aufwändig verkleidet sind, dass das auf den ersten Blick nicht zu erkennen ist. Aber was soll dagegen sprechen – sie sind sehr sauber und gepflegt.

Rustikale Küche in Slowenien
Rustikale Küche in Slowenien: Forelle

Bodenständige Küche

Eine Empfehlung ist das Restaurant direkt am Eingang. Teils auf rustikalen Bänken wird Bodenständiges serviert. Die großen Fensterflächen oder der erhöhte Freibereich erlauben einen weiten Blick ins Tal und die Berge. Ein gute Handvoll Restaurants gibt es aber auch im Ort. Uns hat vor allem das Restaurant Strudl direkt am ersten Kreisverkehr vom Campingplatz kommend gefallen. Echte slowenische Küche gibt es hier zu moderaten Preisen.

Infos:

Camp Danica (Webseite)

Übernachtungspreise:

(unterscheiden sich je nach Zone)

Erwachsene zwischen 11,50 (Vorsaison) und 15 Euro, bzw. 14 und 18 Euro. Stop 4 Euro. WIFI inclusive.

Campingplatz-Test: Camping Kanegra

Camping Kanegra, FKK-Camping, Istrien, Kroatien

Gesucht: Wo sind die vier Sterne von Kanegra?

Wer herausstechen will, braucht ein Alleinstellungsmerkmal. In dieser Hinsicht hat es Camping Kanegra in Istrien leicht. Er ist gerade einmal zehn Autominuten von der slowenisch/kroatischen Grenze entfernt und ist so der am schnellsten erreichbare Campingplatz an der kroatischen Adria.

Camping Kanegra, FKK-Camping, Istrien, Kroatien
Camping Kanegra, FKK-Camping, Istrien, Kroatien
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Warum ich mein Wohnmobil nie mehr verkaufe

Mit dem Wohnmobil unterwegs, Kiesweiher, Stellplatz, Baggersee, Badesee

Für mich ist es ein seltsamer Gedanke: Eine Freundin oder ein Freund möchte sich von seinem Wohnmobil trennen – und freiwillig zurück ins Zelt. Also back to the Roots, mit harten Liegeflächen auf dem Boden, Chaos im Zelt und bei Dauerregen einem von Hand gezogenen Graben um das Zelt. Wer es mag, für den kann es das Höchste sein, für mich ist es allenfalls für meine extremen Bike-Touren eine Alternative.
Meine Blog-Partnerin Andrea Lammert hat sich nun genau so entschieden und die Gründe dafür in diesem Beitrag festgehalten. Mir selbst ist dagegen völlig klar, warum ich mein Wohnmobil nie mehr verkaufen werde. Es sei denn, um ein anderes zu erwerben. Allenfalls zwei ihrer Argumente in ihrem Blogbeitrag „Warum ich mein Wohnmobil wieder verkaufe“ kann ich nachvollziehen.
Es gibt also ein Pro und Contra zum Thema Wohnmobil – ich bin gespannt, was Ihr dazu meint.

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Campingplatz-Test: al Bosco in Grado – unzumutbare Sanitäranlagen

Camping al Bosco

Der Campingplatz Al Bosco in Grado hat ein Alleinstellungsmerkmal: Er ist als Einziger in Stadtnähe. Wohl auch deshalb ist der preislich sehr günstige Platz in dem Badeort an der italienischen Adria gut besucht. Denn an den sanitären Einrichtungen kann seine Beliebtheit nicht liegen. Sie sind aus der Camping-Steinzeit, ungepflegt und nahezu unzumutbar.

Grado Camping al Bosco, charmante Rezeption
Grado Camping al Bosco, charmante Rezeption
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Camping, Jazz und Paolo Conte

Grado Jazz Festival 2021

Endlich wieder Musik unter freiem Himmel und Konzerte. Verbunden mit Camping eine perfekte Kombination. Im italienischen Badeort Grado beispielsweise findet in diesem Sommer wieder das Jazz Festival statt: Stargast ist am 24. Juli Paolo Conte, er tritt keine 25 Gehminuten vom nächsten Campingplatz auf. Camping, Jazz und Paolo Conte – eine sicher reizvolle Verbindung.

Paolo Conte beim Jazz Festival in Grado
Paolo Conte beim Jazz Festival in Grado. Foto: Dino Buffagni/Consorzio Grado Turismo
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Campingplatz-Test: Camping La Rocca – Entdeckung für Gourmets

Camping La Rocca, Stellplatz in zweiter Reihe vom Gardasee

Campingplätze gibt es viele am Gardasee, Stellplätze mit einer Küche, die auch angehende Gourmets zufriedenstellen würde, dagegen wenige. Camping La Rocca nördlich von Malecesine erfüllt diese Ansprüche. Wir waren bei unserem Test jedenfalls positiv überrascht. 

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