Kategorie: Deutschland

Test: Wohnmobil-Stellplatz in Biberach

Wohnmobil-Stellplatz in Biberach. Foto: Gerhard von Kapff

Wer es akzeptieren kann, mit dem Camper nicht direkt in der Innenstadt zu stehen, ist auf dem Wohnmobilstellplatz Biberach an der Riß (Rißstraße 2) genau richtig. Zehn Minuten zu Fuß, dann ist man in der Altstadt, die tatsächlich sehr charmant ist. Nichts, wo man einen Woche verbringen würde, aber ein paar Tage sind hier ganz wunderbar. Hier ein Test: Wohnmobilstellplatz in Biberach.

Wohnmobil-Stellplatz in Biberach. Foto: Gerhard von Kapff
Wohnmobil-Stellplatz in Biberach. Foto: Gerhard von Kapff

Der Stellplatz liegt zwar einerseits in einem kleinen Industriegebiet, andererseits ist der Parkplatz umgeben von sattem Grün, grenzt an einen Fußgänger- und Radweg und ist tagsüber sowie nachts sehr ruhig. Also nicht wie in anderen Städten, wo die Bahnlinie direkt an den Campern vorbei donnert. Wer allerdings den Stellplatz für einen Ausflug mit der Bahn nutzen möchte, ist dennoch genau richtig. Nur fünf Gehminuten entfernt in Richtung st der Bahnhof. Wer in Richtung der Innenstadt spaziert, kommt direkt daran vorbei. Es bieten sich Ausflüge in die nähere Umgebung, aber auch nach Ravensburg oder Ulm an. Interessant ist eventuell auch die Variante, an den Bodensee zu fahren. Direkt von Lindau, aber von den meisten anderen Orten am „schwäbischen Meer“ aus, fahren Schiffe nach Österreich und in die Schweiz. Allerdings ist vom See aus auch die Insel Mainau gut mit dem Schiff zu erreichen. Ganz ohne lästige Parkplatzssuche, die gerade am Bodensee für Camper oftmals ein wenig schwierig oder, da man auf einen Stellplatz ausweichen muss, nicht gerade günstig ist.

Ruhige Lage ohne morgendliche Rushhour

Die Plätze auf dem Wohnmobil-Stellplatz in Biberach haben eine perfekte Ver- und Entsorgung. Strom ist ebenfalls gegen Gebühr vorhanden. Besonders gut ist, dass der daneben liegende öffentliche Parkplatz, auf dem früh morgens die Berufstätigen parken abgetrennt ist. Damit bekommt man auch von der morgendlichen Rushhour nichts mit. Wer will, kann direkt vom Campingplatz aus zu einem See oder dem Bad radeln.

Die charmante Altstadt von Biberach ist einen Besuch wert. Foto: Gerhard von Kapff
Die charmante Altstadt von Biberach ist einen Besuch wert. Foto: Gerhard von Kapff

Gut ist auch, dass auf dem Stellplatz Schautafeln aufgestellt sind, die die Sehenswürdigkeiten Biberachsbeschreiben und einen Einblick geben in die nähere Umgebung. Also insgesamt eine sehr durchdachte Möglichkeit in einer der geschichtsträchtigsten Städte Oberschwabens zu übernachten. Die Infrastruktur für Camper ist in der ehemaligen freien Reichsstadt perfekt.

Direkt an der Riß gelegen

Der Platz liegt direkt am Flusslauf der Riß und ist ganzjährig geöffnet. Er ist ideal für Reisende, die Oberschwaben entlang der bekannten Tourismusrouten erkunden wollen.

Die charmante Altstadt von Biberach ist einen Besuch wert. Foto: Gerhard von Kapff
Die charmante Altstadt von Biberach ist einen Besuch wert. Foto: Gerhard von Kapff

Test: Wohnmobil-Stellplatz in Biberach

Ausstattung und Stellplatzstruktur in der Zusammenfassung:

Der Platz verfügt über 19 befestigte Stellplätze, die in ordentlicher Größe parzelliert sind. Ein sicheres Rangieren und Stehen auch für schwerere Fahrzeuge problemlos möglich. Wie meist, werden überlange Wohnmobile eventuell vor Problemen stehen.

Wohnmobil-Stellplatz in Biberach. Foto: Gerhard von Kapff
Wohnmobil-Stellplatz in Biberach. Foto: Gerhard von Kapff

Technische Infrastruktur und Tarife

Die Stadt Biberach hat die Ver- und Entsorgungsstation modernisiert, um eine zuverlässige, frostgeschützte Nutzung im Winter zu gewährleisten.

  • Übernachtungsgebühr: Die Standgebühr beträgt 9 Euro pro 24 Stunden. Das Ticket wird unkompliziert am zentralen Kassenautomaten gelöst.
  • Stromversorgung: Stromsäulen stellen Anschlüsse mit 13 Ampere Absicherung bereit. Die Abrechnung erfolgt verbrauchsbasiert über einen Münzprüfer für 1 Euro pro kWh.
  • Ver- und Entsorgung: Die Entsorgung von Grauwasser und chemischen Toiletten sowie die Versorgung mit Frischwasser sind komplett in der Grundgebühr enthalten.
  • Zusatzleistungen: Eine Müllentsorgung ist direkt auf dem Gelände eingerichtet; Hunde sind auf dem Platz erlaubt.
Wohnmobil-Stellplatz in Biberach. Foto: Gerhard von Kapff
Wohnmobil-Stellplatz in Biberach. Foto: Gerhard von Kapff

Die Lage:
In unmittelbarer Nähe befindet sich das „Rißcenter“, ein Einkaufszentrum mit Supermärkten, Bäckereien und Fachgeschäften. Auch der Bahnhof von Biberach ist in gut fünf Minuten zu Fuß erreichbar, was Ausflüge in die Region ohne das eigene Reisemobil ermöglicht.

Direkt am Stellplatz vorbei führt zudem der Donau-Bodensee-Radweg. Dieser macht den Platz zu einer gefragten Station für Radbegeisterte, die das wellige Umland erkunden möchten.


Wohnmobil-Stellplatz in Biberach. Foto: Gerhard von Kapff
Wohnmobil-Stellplatz in Biberach. Foto: Gerhard von Kapff

Sollte der zentrale Stellplatz in der Hauptsaison belegt sein bietet die Region gute Ausweichmöglichkeiten:

  • Wohnmobilstellplatz Brauerei Biberach: Diese Option liegt rund 40 Kilometer weiter westlich bei Vöhringen an der Iller. Der ländliche Platz bietet acht Stellplätze mit Stromanschluss (13 A) sowie eine eigene Ver- und Entsorgungsstation. Ein Pluspunkt ist die direkte Anbindung an die traditionelle Kleinbrauerei mit angeschlossener Gastronomie. Von hier aus lässt sich die historische Klosteranlage Roggenburg mitsamt Klostergarten bequem per Rad erreichen. Gebühr 9 Euro (unter Vorbehalt).

Biberach: Die Sehenswürdigkeiten in der Altstadt

Vom Stellplatz sind es knapp zehn Minuten direkt in die historische Altstadt. Biberach blickt auf eine über 800-jährige Geschichte zurück. Der einstige Reichtum als freie Reichsstadt basierte vor allem auf dem internationalen Tuch- und Textilhandel, dessen Spuren bis heute das Stadtbild prägen.

Die charmante Altstadt von Biberach ist einen Besuch wert. Foto: Gerhard von Kapff
Die charmante Altstadt von Biberach ist einen Besuch wert. Foto: Gerhard von Kapff

1. Der historische Marktplatz

Der Marktplatz von Biberach zählt zu den großzügigsten und schönsten Platzanlagen in ganz Süddeutschland. Er entstand im 12. Jahrhundert und zeugt vom enormen Selbstbewusstsein der damaligen Bürgerschaft.

  • Die Bürger- und Patrizierhäuser: Rings um den verkehrsberuhigten Platz reihen sich prächtige, gut erhaltene Fassaden aneinander. Besonders markant ist das Haus Marktplatz 7, das nach aufwendiger Sanierung heute die Stadtbücherei beherbergt.
  • Der Marktbrunnen: Im Zentrum des Platzes steht der historische Brunnen. Seine Ritterfigur hält stolz das im Jahr 1488 verliehene Stadtwappen – einen goldenen Biber auf blauem Grund.
  • Das Esel-Denkmal: Ein moderner, satirischer Kontrapunkt des Bildhauers Peter Lenk. Das Kunstwerk nimmt Bezug auf Wielands berühmten Roman „Die Abderiten“ und die darin beschriebene Posse um den „Prozess um des Esels Schatten“.
  • Der Wochenmarkt: Jeden Mittwoch- und Samstagmorgen verwandelt sich der Marktplatz in einen lebendigen Wochenmarkt mit regionalen Erzeugnissen und oberschwäbischen Spezialitäten.

2. Das historische Viertel am Weberberg

Der Weberberg beherbergte im Spätmittelalter die Zunftsiedlung der Biberacher Barchentweber. Bis zu 400 Webstühle klapperten einst in diesem Viertel, deren kostbare Stoffe über die Handelsnetzwerke von Ulm und Ravensburg nach ganz Europa exportiert wurden.

Die charmante Altstadt von Biberach ist einen Besuch wert. Foto: Gerhard von Kapff
Die charmante Altstadt von Biberach ist einen Besuch wert. Foto: Gerhard von Kapff
  • Die Fachwerkhäuser: Die eng gestaffelten, steilen Fachwerkhäuser mit ihren riesigen Dachböden dienten früher zum Trocknen der meterlangen Stoffbahnen. Heute bilden die malerischen Gassen eine fotogene Kulisse.
  • Das Töpferhaus: Eines der ältesten erhaltenen Gebäude des Viertels, das Einblicke in das handwerkliche Leben vergangener Jahrhunderte bietet.

3. Die Simultankirche St. Martin

Die Stadtpfarrkirche St. Martin am Marktplatz gilt als eine der ältesten Simultankirchen Deutschlands. Seit dem Jahr 1548 nutzen evangelische und katholische Christen das Gotteshaus gemeinsam. Im Inneren verschmelzen gotische Architekturstrukturen mit einer prachtvollen barocken Ausstattung der Oberschwäbischen Barockstraße.

4. Das Museum Biberach

  • Natur und Archäologie: Die Ausstellungen zeigen die erdgeschichtliche Entwicklung Oberschwabens sowie archäologische Funde aus der Steinzeit und der römischen Epoche.
  • Kunst und Ateliers: Einzigartig sind die original erhaltenen Künstlerateliers der Maler Ernst Ludwig Kirchner und Johann Baptist Pflug, die hier detailgetreu rekonstruiert wurden.

Untergebracht in einem mächtigen Gebäudekomplex aus dem 16. Jahrhundert, zählt das Museum Biberach zu den bedeutendsten Mehrspartenmuseen der Region.

5. Die mittelalterlichen Stadttürme und Befestigungen

Von der einst wehrhaften Stadtmauer sind heute noch markante Teile und Türme erhalten, die das Stadtbild prägen:

  • Der Gigelturm: Ein hoher, quadratischer Turm auf dem Gigelberg, der einst als Hauptwachturm der Stadt diente. Er überragt die Altstadt und markiert den Übergang zur grünen Lunge Biberachs, dem Gigelberg-Park.
  • Der Weiße Turm: Ebenfalls am Gigelberg gelegen, fügt sich der Weiße Turm imposant in die Reste der Stadtmauer ein. Direkt unterhalb des Turms befindet sich ein frei zugänglicher, gepflegter Kräutergarten, der zu einer kurzen Rast einlädt.
  • Das Ulmer Tor: Das einzige komplett erhaltene Stadttor aus dem Jahr 1365. Es markiert den historischen Zugang für die Handelsreisenden aus Richtung Norden.

6. Die historische Weißgerberwalk

Als technisches Kulturdenkmal von europäischem Rang gilt die Weißgerberwalke mit ihrer alten Hammerwalke aus dem Jahr 1699. Sie zeigt eindrucksvoll, wie mithilfe von Wasserkraft Leder zu feinstem Wildleder verarbeitet wurde.


Außerhalb Biberachs: Natur und Wellness im direkten Umland

Wohnmobil-Stellplatz in Biberach. Foto: Gerhard von Kapff
Wohnmobil-Stellplatz in Biberach. Foto: Gerhard von Kapff
  • Die Rißinsel: Nur wenige Minuten zu Fuß vom Stellplatz entfernt liegt diese parkähnliche Flussinsel. Sie bietet ausgedehnte Grünflächen, einen Abenteuerspielplatz für Kinder sowie offiziell eingerichtete Grillstellen für einen gemütlichen Abend an der frischen Luft.
  • Das Jordanbad: Etwa 5 Kilometer vom Wohnmobil-Stellplatz entfernt liegt das traditionsreiche Jordanbad. Die moderne Thermenlandschaft verfügt über ein Thermal-Solebad, eine weitläufige Saunalandschaft sowie einen Park, der auf den Pfarrer Sebastian Kneipp zurückgeht.

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Link-Tipp:

https://www.visitbiberach.de

Camping-Messe: Besucher stürmen Fränkische Campertage

Fränkische Camper Tage. SeeCamping Langlau. Foto: Gerhard von Kapff

Wer erfolgreich sein will, muss auch einmal Neues wagen. Wie beispielsweise die Fränkischen Campertage, die erstmals vom 30. April bis zum 3. Mai auf dem SeeCamping Langlau am Ufer der Kleinen Brombachsees stattfanden. Das neue Betreiberpaar, Ben und Odin Dillamar, veranstaltete zusammen mit Holger Merklein von Frankana/Freiko, einem der führenden Großhändler für Camping- und Freizeitbedarf in Europa, die Outdoor-Messe in Franken.

Mitorganisator Frankana Freiko war mit dem eigenen Truck da. Fränkische Camper Tage. SeeCamping Langlau. Foto: Gerhard von Kapff
Mitorganisator Frankana Freiko war mit dem eigenen Truck da. Fränkische Camper Tage. SeeCamping Langlau. Foto: Gerhard von Kapff

Sommerliche Atmosphäre auf dem Top-Campingplatz

Das Betreiberpaar Arndt und Dillamar, das 2023 die Leitung des Platzes übernommen hatte, brachte nicht nur eine neue, queere und offene Atmosphäre auf den Platz, sondern hatte nun auch Glück bei den ersten Fränkischen Campertagen. Das Wetter war sommerlich und vor allem am 1. Mai strömten die Besucher aus der gesamten Region an die Stände, plauderten mit den Anbieter und besuchten den sehr gepflegten Campingplatz direkt am See.

Fränkische Camper Tage. SeeCamping Langlau. Foto: Gerhard von Kapff
Fränkische Camper Tage. SeeCamping Langlau. Foto: Gerhard von Kapff

„So viele Besucher hatten wir gar nicht erwartet“, sagte Holger Merklein und Odin Dillamar konnte es kaum fassen, dass am 1. Mai, einem Feiertag, „geschätzt zwischen 6000 und 7000 Camping-Interessierte“ über das Gelände schlenderten, bei Live-Musik und Bieranstich Schäufele, Bratwürste und Pizza genossen. „Auch die Aussteller waren zufrieden“, sagt Merklein: „Und wenn die zufrieden sind, sind es wir auch.“

Fränkische Camper Tage. SeeCamping Langlau. Foto: Gerhard von Kapff
Fränkische Camper Tage. SeeCamping Langlau. Foto: Gerhard von Kapff

Am Wochenende meist ausgebucht

Keine Überraschung war dagegen, dass der Campingplatz ausgebucht war. „An den Wochenende und in den Ferien sind wir fast immer ausgebucht,“ sagt Dillamar: „Wir haben die Campertage ganz bewusst auf dieses Wochenende mit dem Feiertag gelegt, da wir im Sinne der Aussteller sicher sein wollen, dass auch genügend Besucher kommen.“

Fränkische Camper Tage. SeeCamping Langlau. Foto: Gerhard von Kapff
Fränkische Camper Tage. SeeCamping Langlau. Foto: Gerhard von Kapff

Überrascht hat den Campingplatzbetreiber, dass so viele Gäste von Außerhalb kamen: „Da waren zeitweise über 50 Räder vor der Schranke gestanden. Aber klar, wenn ich an einem Wochenende nicht weiß, was ich machen soll und nur ein wenig Campingaffin bin, würde ich auch kommen.“ Interessant war aber auch, dass die Besucher von bis zu 150 Kilometer Umgebung kamen: „Man hat das an den Kennzeichen gesehen. Aber klar, an diesem Wochenende gab es in der weiterten Region nichts Vergleichbares.“

Fränkische Camper Tage. SeeCamping Langlau. Foto: Gerhard von Kapff
Fränkische Camper Tage. SeeCamping Langlau. Foto: Gerhard von Kapff

Tipp: Die Camper Lounge

Neben dem üblichen Campingzubehör von der Kühlbox bis zum Klappstuhl gab es auch echte Innovationen. So stellte Walter Schimmel, der Geschäftsführer von Best Camping-Parts das so genannte Handtaschen-Vorzelt vor. Die „Camper-Lounge“ passt an Markisen mit 2,50 Meter Ausfallbreite und ist so kompakt, dass es in einen leicht zu verstauenden Beutel passt. Mit dem fairen Preis von 299 Euro und einem Gewicht von nur 3,5 Kilo ist es eine hochinteressante Alternative zu den Angeboten anderer Anbieter.

Tolle Idee: Das Vorzelt, das in eine kleine Tasche passt stellte Walter Schimmer von BCP bei den Fränkischen Camper Tagen im SeeCamping Langlau vor. Foto: Gerhard von Kapff
Tolle Idee: Das Vorzelt, das in eine kleine Tasche passt stellte Walter Schimmer von BCP bei den Fränkischen Camper Tagen im SeeCamping Langlau vor. Foto: Gerhard von Kapff

Der Trick mit dem Zip

Warum Reis, Mehl oder Haferflocken in zerbrechliche oder hässliche Kunststoff-Boxen packen, wenn es doch die einfacher geht? Das zumindest dachte sich Tim Stapenhorst, der auf den Fränkischen Camper Tagen MyZip vorstellte. Die Idee ist einfach und genial: Alle Lebensmittel, die beim Campen vorrätig sein sollten, werden in unterschiedlich große, lebensmittelechte Zip-Beuteln untergebracht. Der Vorteil: Nichts kann kaputt gehen oder auslaufen, das System ist platzsparend, die Lebensmittel sind luftdicht verschlossen und die Beutel sind auch noch nachhaltig. Sie können sogar in die Spülmaschine, indem sie zwischen zwei Stäben (wie Gläser) positioniert werden. Dass sie auch noch gut aussehen und in verschiedenen Größen vorhanden sind, macht das Konzept zusätzlich interessant. Und am Ende ist der Preis auch noch so fair, dass sich ein Versuch mit MyZip auf jeden Fall lohnt.

Coole Idee: Zip-Beutel von My Zip anstatt sperriger Aufbewahrungsdose. Fränkische Camper Tage. SeeCamping Langlau. Foto: Gerhard von Kapff
Coole Idee: Zip-Beutel von My Zip anstatt sperriger Aufbewahrungsdose. Fränkische Campertage. SeeCamping Langlau. Foto: Gerhard von Kapff

Kuschlig und magisch

Die dritten der 44 Aussteller der Fränkischen Camper Tage, die auf dieser Seite vorgestellt werden sollen, sind Jans & Manu. Sie bieten die so genannte „magische Stuhlauflage“ an. Dass die beiden selbst Camper sind, spürt man sofort am Produkt: Hier hat sich jemand Gedanken gemacht, wie man auch an kühleren Tagen oder Abenden gemütlich Draußen oder im Vorzelt sitzen kann. Die Auflagen mit den charakteristischen, 17 querliegenden Kammern sind mit einer isolierenden Füllung versehen, die die Körperwärme nicht ableitet, sondern reflektiert. „Selbsterwärmend – ohne Kabel, ohne Strom“, sagen sie.

Charmant an dem Angebot ist auch, dass die beiden die erstaunlich kuschligen Auflagen in Handarbeit selbst herstellen. Jens und Manu nähen, füllen und besticken sie selbst. Nach einem kurzen Test ist auch der Autor dieser Zeilen überrascht: Die Auflagen sehen nicht nur gut aus, sondern bieten wirklich einen außergewöhnlich angenehmen Sitzkomfort. Und dafür, dass sie deutsche Handarbeit sind und man sogar individuelle „Widmungen“ aufsticken lassen kann, ist der Preis von 75 Euro wirklich in Ordnung.

Kuschlige Idee: Auflagen für Campingstühle Fränkische Camper Tage. SeeCamping Langlau. Foto: Gerhard von Kapff
Kuschlige Idee: Auflagen für Campingstühle Fränkische Camper Tage. SeeCamping Langlau. Foto: Gerhard von Kapff

Ob es die Fränkischen Campertage ein zweites Mal geben wird, ist derzeit noch offen. „Diesmal war das Wetter traumhaft, aber Outdoor ist immer ein Risiko“, weiß Campingplatzbetreiber Dillamar: „Wir machen das ja nebenher neben unserer normalen Arbeit auf dem SeeCamping Langlau. Und der Aufwand ist enorm.“ Auch Holger Merklein, der bei Frankana/Freiko im Vertrieb arbeitet, gibt sich noch bedeckt: „Jetzt müssen wir das erst einmal sacken lassen“, sagt er und lächelt verschmitzt. Es scheint so, als hätten ihm die Fränkischen Campertage genauso gefallen wie den vielen Besuchern.

Holger Merklein stellt die Initiative für rücksichtsvolles Miteinander auf Campingplätzen bei den Fränkischen Camper Tagen im SeeCamping Langlau vor. Foto: Gerhard von Kapff
Holger Merklein stellt die Initiative für rücksichtsvolles Miteinander auf Campingplätzen bei den
Fränkischen Camper Tagen im SeeCamping Langlau vor. Foto: Gerhard von Kapff

Außerdem interessant auf diesem Blog: Starten mit Power-Akku

Die Situation dürfte Campern bekannt vorkommen: Die Wohnmobil-Batterie ist leer und keine Steckdose in der Nähe. Ein normales Ladegerät kommt daher nicht in Frage. Eine Alternative wäre das Starten mit einem Power-Akku wie dem „CS Free“ des schwedischen Herstellers CTEK. Mit Hilfe des sogenannten Boosters ist der Power-Akku laut Beschreibung in der Lage, die Auto-Batterie in 15 Minuten wieder so weit aufzuladen, dass der Motor gestartet werden kann. Klappt das wirklich? Die Antwort ist hier zu finden.

Das Solarmodul kann zum Laden auf die Windschutzscheibe gelegt werden - im Idealfall in die pralle Sonne. Foto: Gerhard von Kapff
Das Solarmodul kann zum Laden auf die Windschutzscheibe gelegt werden – im Idealfall in die pralle Sonne. Foto: Gerhard von Kapff

Kurztrip Elbsandsteingebirge

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Stellplatz-Test: Therme Bad Aibling

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Der Wohnmobil-Stellplatz liegt schön angelegt sehr ruhig im Grünen und ist gut 150 Meter von der Therme Bad Aibling entfernt. Allenfalls ein Feuerwehr-Einsatz könnte die Wohnmobilisten aus dem Schlaf reißen, denn die Wache ist in unmittelbarer Nähe. Wer es liebt, beim Plätschern eines Baches einzuschlafen, ist hier ebenfalls richtig. Ein kleines Problem ist bisweilen die Kapazität. Zwar stehen 31 Plätze zur Verfügung, trotzdem kann es selbst an Wochentagen mitunter eng werden. Immerhin ist es gestattet, hier auch drei Nächte stehen zu bleiben. Eine Reservierung ist nicht möglich. Hier ein Stellplatz-Test.

Wohnmobilstellplatz Therme Bad Aibling. Fotos: Gerhard von Kapff
Wohnmobilstellplatz Therme Bad Aibling. Fotos: Gerhard von Kapff
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