Kategorie: Reiseziele

Camper oder Wohnmobil mieten in Australien

Campingplatz Holiday Park in Tumbling Waters. Ein herrlich grüner Platz nahe Darwin.

Es ist ein Traum: Nach Australien zu fliegen, einen Camper auszuleihen und dann das Land auf ganz individuelle Weise kennenzulernen. Wer ohnehin schon ein Wohnmobil zu Hause stehen hat, wird keine Bedenken haben, ob er oder sie zurechtkommen. Doch auch Neulinge sollten keine Angst haben: Es gilt, ein paar Tipps wie die folgenden zu beherzigen und danach eine ganz außergewöhnliche Reise, vielleicht sogar einen Lebenstraum zu genießen.

Getestet und für gut befunden: Der Maui Ultima Plus.
Getestet und für gut befunden: Der Maui Ultima Plus.

Die richtige Region wählen.

Bevor es daran geht, einen Camper zu buchen, sollte man sich ganz genau erkundigen, wo genau eigentlich die eigenen Vorlieben liegen. Ist es, wie im Fall des hier verlinkten Artikels das Northern Territory mit der Hauptstadt Darwin und dem grünen Hinterland? Oder der „rote“ Teil Zentralaustraliens, die Region rund um Sydney oder ein ganz anderer Teil des Kontinents? Sicher ist nur Eines: Komplett wird man normalerweise Australien wohl nie bereisen können.

Buley Rockhole, Schwimmen gestatte,tLitchfield-Nationalpark, Northern Territory Australien
Buley Rockhole, Schwimmen gestattet,
Litchfield-Nationalpark, Northern Territory Australien

Auf die beste Jahreszeit achten

Entscheidend ist auch die Jahreszeit: Nur um ein Beispiel zu nennen: Ende April/Anfang Mai kann es im Northern Territory noch relativ kalt sein. Vor allem nachts bleibt man dann gerne im Camper und muss in den Restaurants drinnen sitzen. Tagsüber dagegen ist meist bestes T-Shirt-Wetter.

Das Problem für Urlauber ist aber nicht nur die Nachttemperatur. Vielmehr sind in den Nationalparks nach der „wet season“ einige Seen oder Wege, die nahe am Wasser entlangführen, wegen Krokodilgefahr noch gesperrt. Also lieber zwei Wochen später buchen und die herrliche Landschaft intensiv und komplett erleben. Das Gleiche gilt für alle anderen Landesteile: Wer sich genau informiert, wird genau den Urlaub erleben, den er sich vorgestellt hat.

Der Reisespaß beginnt damit, den richtigen Vermieter und den idealen Camper zu finden.
Der Reisespaß beginnt damit, den richtigen Vermieter und den idealen Camper zu finden.

Den passenden Camper auswählen

Die Frage nach dem passenden Camper ist schwierig zu beantworten. Zum einen ist es definitiv eine Preissache, zum anderen wollen manche nicht mit einem Sieben-Meter-Wohnmobil durch die Gegend fahren. In Australien allerdings gibt es auch auf den Straßen Eines, das in Deutschland selten ist: Viele Platz. Außerdem haben die Wohnmobile stets Rückfahrkameras. Wer es also einmal ausprobieren will, mit einem etwas größeren Camper unterwegs zu sein, kann das in Australien wunderbar testen. Nicht nur in diesem Fall ist es übrigens sinnvoll, eine Vollkasko-Versicherung zu buchen. Das erspart viel Stress, wenn doch mal etwas passiert.

Mein ganz persönlicher Ratschlag, wenn es finanziell machbar ist. Wählen Sie einen Camper mit Dusche und Toilette. Das ist einfach bequemer und angenehmer, als Nachts auf ein Toilettenhäuschen auf dem Campingplatz zu müssen. Und natürlich ist es auch herrlich, bei hohen Temperaturen einfach zwischendurch mal unter die Dusche hüpfen zu können. Oftmals lassen sich die Duschschläuche übrigens auch außen am Fahrzeug anstecken, was noch ein bisschen praktischer ist.

Unbedingt die Ausstattungspakete anschauen, die von den Vermietern angeboten werden. Klar kann man sich auch auf den Erdboden setzen, aber ein Klappstuhl und ein Tisch sind einfach bequemer. Oft sind sie aber bereits im Basispaket enthalten.

Den richtigen Vermieter wählen

Hier wird es nun ein bisschen problematisch für mich als Autor dieser Zeilen. Der Grund: Ich habe abgesehen von Internet-Recherchen keinen Vergleich und die Reise war Teil einer Kooperation (siehe unten). Als gelernter (Sport-)Journalist habe ich aber keine Lust, gegen mein Berufsethos zu schreiben. Wenn etwas nicht passt, schreibe ich das auch.

Bei den Recherchen im Internet sind mir bei etlichen Verleihern zunächst relativ viele negative Bewertungen über sehr sehr alte Wohnmobile mit unendlich vielen Kilometern oder einer unvollständigen Ausstattung aufgefallen. Das alles ist leicht nachzulesen und da ich selbst einen Camper zu Hause habe, kann ich mir vorstellen, wie es wäre, mit einem uralten Modell unterwegs zu sein, das vielleicht auch noch technische Probleme hat.

Positive Bewertungen habe ich – immer bezogen auf Darwin – ziemlich viele bei Camperdays.de gefunden und mich daher für den Maui Ultima Plus entschieden. Der Mercedes-Ausbau hatte erst ca. 32000 Kilometer, war sauber und von der Ausstattung her fast genau so, wie ich mir das vorgestellt hatte. Gefehlt hat, das habe ich aber erst gesehen, als ich das Wasser auffüllen wollte, ein Adapter für die Wasserhähne der Campingplätze. Wer Camper ist, weiß aber, dass so etwas normalerweise kein Problem ist. Camper helfen sich gegenseitig – und genauso war es auch in diesem Fall.

Zur Übergabe bei Camperdays: Es war alles vorbereitet, der Camper stand schon auf dem Hof bereit. Es dauerte eine knappe Viertelstunde, ehe ich ihn nach dem Ausfüllen der restlichen Unterlagen übernehmen konnte, aber es gab Sitzgelegenheiten und Australien-Bildbände im klimatisierten Warteraum. Theoretisch hätte man auch vor dem Büro auf einer Sitzbank im Freien warten können. Also kein Problem.

Ein hilfreicher Hinweis: An der Übernahme- und Abgabestation in Darwin steht im Warteraum ein Regal, in dem abreisende Camper ihre übrigen Lebensmittel, selbst gekaufte Campingausrüstung, kleine Gasflaschen und alle, was sie eben nicht mit nach Hause nehmen wollen, hineinlegen. Wer mag, kann sich nehmen, was er will. In meinem Fall war ich vor allem über den Fußabstreifer froh – auch das Northern Territory ist staubig – ein scharfes Curry-Gewürz und einen noch vollen Zehn-Liter-Wasserkanister.

Angenehmes Fahren: Der Maui-Camper ist auf einer Mercedes-Basis aufgebaut.
Angenehmes Fahren: Der Maui-Camper ist auf einer Mercedes-Basis aufgebaut.

Die Übergabe des Fahrzeuges durch eine Mitarbeiterin war so routiniert und so professionell, wie ich das auch erwarte, wenn ich solch ein Fahrzeug für meist mehr als eine Woche übernehme. Die Dame nahm sich ohne jede Hektik Zeit für etliche Nachfragen, alles lief also unproblematisch. Wichtig ist es vor allem, die Technik wie die Klimaanlage, den Kühlschrank, die Dusche und die Toilettenfunktion zu prüfen. Es würde einfach nerven, wenn hier etwas nicht funktioniert und man notfalls sogar noch einmal zur Ausleihstation müsste. Also am besten alles sofort testen – auch das Klo. In meinem Fall habe ich, als die Dame schon wieder in ihrem Büro war, alles noch einmal ganz genau angesehen und ganz in Ruhe meine Reisetasche ausgepackt. Ich war sicher noch eine halbe Stunde auf dem Hof, ehe ich losfuhr.

Die Holzkohle nicht vergessen

Auch für einen langjährigen Camper ist es übrigens faszinierend, wie die Mobile über kleine praktische Details wie den ausfahrbaren Holzkohlengrill verfügen. Die Holzkohle allerdings ist nicht an Bord. Ohnehin ist es ratsam, gleich nach der Übernahme einen der riesigen Supermärkte anzusteuern und vor allem ausreichend Wasser zu kaufen. Aber auch alle anderen Lebensmittel gibt es insbesondere in großen Städten zu vernünftigen Preisen. Außerhalb großer Ortschaften ist das Einkaufen oft schwierig.

Campingplätze vorausbuchen

Auch wenn es langjährigen Campern widerstrebt: Es ist sinnvoll, teils sogar notwendig, Campingplätze vorauszubuchen. Das Problem ist zumindest im Northern Territory nicht etwa, dass sie ausgebucht wären. Irritierender weise sind die Rezeptionen oft bereits ab 14 Uhr geschlossen. Meist hängt zwar ein Zettel mit einer Notfallnummer an der verschlossenen Tür, ob dann tatsächlich jemand ans Telefon geht, ist aber Glückssache. Die frühe Schließzeit bedeutet übrigens nicht, dass die Camper nach 14 Uhr nicht mehr auf den Platz kommen: Wer Vorausbucht, erhält meist einen Code, mit dem er Tag und Nacht vom und auf den Platz kann.

Eine Vorausbuchung per Internet ist auch in den Nationalparks wichtig: Manchmal steht nur ein gutes Dutzend Parkplätze für die Übernachtungen zur Verfügung und es ist einfach nervig, wieder abfahren zu müssen.

Insgesamt aber ist Camping im Norden Australiens eine sehr lockere und entspannte Angelegenheit. Die Stellplätze sind meist im Vergleich zu Europa enorm breit, mit etwas Glück gibt es auf den Campingplätzen sogar einen Wasserhahn direkt am Camper. Schwimmbäder sind Standard, sie sind immer umzäunt und meistens gut gepflegt. Interessant allerdings, dass das bei uns typische Chlor zu Reinigung fast immer durch Salzwasser ersetzt wird. Auf nahezu jedem Campingplatz gibt es einen kleinen Shop und ein mal größeres, mal kleineres Restaurant. Die Qualität des Essens ist meist sehr gut, wenn auch recht fleischlastig. Wichtig allerdings: Die Küche schließt meist relativ früh. Wer also um 22 Uhr noch zum Essen kommen will, hat schlichtweg Pech. Manchmal schließen die Kioske und kleinen Essensstationen in den Nationalparks aber auch schon um 13 Uhr.

Ein Tipp für alle, die in Darwin starten und erst einmal in Ruhe ankommen wollen: Der Holiday Park in Tumbling Waters ist nur gut eine halbe Stunde von der Provinzhauptstadt entfernt. Er gleicht einem riesigen tropischen Garten, die Camper stehen zwischen Palmen, genießen ein großes Schwimmbar und ein ausgezeichnetes Restaurant. Der großzügige Platz ist ein guter Ausgangspunkt in alle Richtungen des Northern Territory.

#camperdays

Zum Camping-Trip durch das Northern Territory gibt es auf diesem Blog einen Extra-Artikel mit einer Bilderstrecke.

Linktipp: Etliche Infos über das Northern Territory gibt es HIER

Offenlegungsklausel: Der Autor recherchierte auf Einladung des australischen Northern Territory und des Wohnmobilverleihers Camperdays.de. Auf die Berichterstattung und Wertung der Tour hat das keinen Einfluss.

Cool: Der Baumwipfelpfad Scheidegg

Ok, ich muss es zugeben: Ich war davor noch nie in einem Baumwipfelpfad. Nach dem Besuch der Waldwelt Skywalk Allgäu bei Scheidegg aber war ich begeistert. Die Perspektive, so weit über den Spitzen der meist Nadelbäume zu sein und von hier aus in die Landschaft zu schauen, war schon sehr beeindruckend. Lustig fand ich auch die Möglichkeit, am Ende mit einer langen Rutsche wieder nach unten zu gleiten.

Skywalk Allgäu, Scheidegg
Skywalk Allgäu, Scheidegg

Ein kurzes Fazit: Für Erwachsene spannend, auch der Biergarten unten sehr ansprechend. Die Essen neben den üblichen Verdächtigen teils mit Waldkräutern – das ist spannend und vor allem erstaunlich gut.

Skywalk Allgäu, Scheidegg
Skywalk Allgäu, Scheidegg

Richtig schöner Tagesausflug

Perfekt ist das Umfeld für Familien: Wenn unsere Kinder noch klein wären, hätten wir einen ganzen Tag hier verbringen können. Es gibt Waldpfade, Spielplätze, die ein wenig natürlicher sind als anderswo und einen Streichelzoo. Kinderherz, was willst du mehr. Doch, das ist ein richtig schöner Tagesausflug.

Skywalk Allgäu, Scheidegg
Skywalk Allgäu, Scheidegg

Bis zu 40 Meter hoch

Hier noch der offizielle PR-Text der Waltwelt Skywalk Allgäu und anschließend die Links.

Für alle Camper, bei denen dieses Jahr das Allgäu und der Bodensee auf der
Reiseliste steht, gibt es einen Geheimtipp: die Waldwelt Skywalk Allgäu in
Scheidegg. Vom bis zu 40 Meter hohen Baumwipfelpfad können Besucher wahrlich
faszinierende Ausblicke auf die Allgäuer Alpen und den Bodensee genießen. Das
Gute: ein gläserner Aufzug bringt alle Menschen barrierefrei zum Aussichtsturm und auf alle Etagen des Baumwipfelpfades – Naturerlebnis Pur für alle.

Skywalk Allgäu, Scheidegg
Skywalk Allgäu, Scheidegg

Auf den Walderlebniswegen durch das sechs Hektar große Waldgelände gibt es über 70 Erlebnisstationen zu entdecken. Vom entspannenden Areal zum Waldbaden, über den Barfußpfad bis zu den Wissenstafeln vor verschiedenen Bäumen des Plenterwalds.

Skywalk Allgäu, Scheidegg
Skywalk Allgäu, Scheidegg

Nix mit Pommes

Auch im Restaurant steht der Wald im Mittelpunkt: Hier gibt’s statt Pommes Plenterwaldrösti und Wiesenburger, Bärlauch-Kartoffelecken oder eine
Ofenknolle mit buntem Waldgemüse auf Kräuterquark. Und zum Nachtisch:
Eiswipfeltorte! „Nach unserem Geheimrezept“, sagt Alisa Schneider, Marketingleiterin im Waldwelt-Team.

Der Erlebnispark rundet sein Programm mit spektakulären und kreativen Events ab, die auf der Homepage zu finden sind.
Die Waldwelt liegt in der Nähe von zahlreichen Campingplätzen. Das lohnenswerte
Ausflugsziel passt perfekt in die Planung für alle Naturbegeisterten. Nur 2,3 Kilometer unterhalb der Waldwelt gibt es einen Wohnmobilstellplatz am Kurhaus in Scheidegg.

Wohnmobil-Stellplatz Scheidegg
Wohnmobil-Stellplatz Scheidegg


Von hier aus startet eine herrliche Wanderung auf dem Premiumwanderweg bis zur
Waldwelt. Wer seinen Urlaub direkt am Bodensee verbringen möchte, macht auf dem Campingplatz „Gitzenweiler Hof“ in Lindau Station. Auf dem 5**** Campingplatz inmitten der Natur gibt es neben komfortablen Stellplätzen auch eine große Familienzeltwiese.
Weitere Informationen zur Waldwelt Skywalk Allgäu unter www.waldwelt-allgaeu.de

Sommer-Preise

Einzel- und Familientarife

Erwachsene15,50 €
Kinder unter 1 Meterfrei
Kinder bis einschließlich 17 Jahre11,50 €
Familienticket ( 2 Erwachsene + mind. 2 eigene Kinder) 49,00 €
Jahresfreikarte Erwachsener41,00 €
Jahresfreikarte Kind bis einschließlich 17 Jahre30,50 €

Tipp: Eine Jahresfreikarte lohnt sich bereits ab dem dritten BesuchZusätzlich schenken wir Dir die Parkgebühr! 

Gruppentarife (ab 15 zahlenden Personen)

Gruppe Erwachsene13,50 €
Gruppe Kinder10,50 €

Ermäßigungen (mit gültigem Ausweis)

Schulklasse7,50 €
Schüler, Studierende, Senior:innen13,50 €
Erwachsene mit Behinderung12,50 €
Kinder mit Behinderung9,50 €

Ermäßigungen mit Gästekarte

AWP Erwachsene14,50 €
AWP Kinder10,50 €
Bodensee Erlebnis Karte14,50 €
Bodensee Card Plusfrei
AWP Erwachsene Scheidegg14,00 €
AWP Kinder Scheidegg10,00 €
Familienpass Vorarlberg Erwachsene14,50 €
Familienpass Vorarlberg Kinder10,50 €

Happy Birthday!

An deinem Geburtstag ist der Eintritt für dich frei!

Winter-Preise

Öffnungszeiten Wintersaison 2025: 

Montag, 10. November 2025 bis Dienstag, 06. Januar 2026
Freitag, Samstag, Sonntag von 11 bis 18 Uhr; in den bayerischen Schulferien täglich geöffnet. Letzter Einlass eine Stunde vor Parkschließung.

Winterpreise 2025:

Einzel- und Familieneintritte:
Erwachsene: 15,50 €
Kinder/ Jugendliche (bis einschließlich 17 Jahre): 11,50 €
Kinder unter 1 Meter:0,00 € 
Familienticket (2 Erwachsene + mind. 2 eigene Kinder): 49,00 €
Gruppentarife (ab 15 zahlenden Personen):
Gruppe Erwachsener13,50 €
Gruppe Kind10,50 €
Ermäßigungen (mit gültigem Ausweis):
Schulklasse7,50 €
Schüler:innen, Studierende, Senior:innen13,50 €
Erwachsene mit Behinderung12,50 €
Kinder mit Behinderung9,50 €
Ermäßigungen mit Gästekarte:
Allgäu Walser Card Erwachsener14,50 €
Allgäu Walser Card Kind10,50 €
ECHT Bodensee Card Erwachsener14,50 €
ECHT Bodensee Card Kind10,50 €
Bodensee Card PLUS0,00 €
Allgäu Walser Card Scheidegg Erwachsener14,00 €
Allgäu Walser Card Scheidegg Kind10,00 €
Familienpass Vorarlberg Erwachsener14,50 €
Familienpass Vorarlberg Kind10,50 €
Jahresfreikarten
Erwachsener41,00 €
Kind30,50 €
Skywalk Allgäu, Scheidegg
Skywalk Allgäu, Scheidegg

Details zum Stellplatz in Scheidegg:

 Der Stellplatz in Scheidegg ist top. Grundsätzlich sind Stellplatztests, das habe ich selbst immer wieder erfahren, nicht einfach: Letztlich sind sie stets höchst individuell und es kommt nicht nur auf die eigenen Bedürfnisse an, sondern auch auf das, was sich die Mit-Camper erhoffen. Für mich persönlich ist es vor allem wichtig, dass Ver- und Entsorgung zum einen vorhanden und zum anderen einfach zu handhaben ist. Ideal wäre noch ein wenig Platz vor dem Camper, damit man einen Tisch und ein paar Stühle aufstellen kann. 
Der Stellplatz ist etwas außerhalb des Ortes (1,2 Kilometer) auf dem Weg und der Straße in Richtung des vor allem für Familien, aber auch für Erwachsene empfehlenswerten Skywalk Parks Allgäu. Der Fußweg in Richtung Zentrum beträgt je nach Laufgeschwindigkeit allenfalls eine Viertelstunde. Die Straße, die zum barrierefreien Baumwipfelpfad „skywalk allgäu“ führt, ist zwar eine Nebenstraße, aber alle paar Minuten kommt meistens doch ein Auto vorbei. Abends und Nachts, wenn der Skywalk geschlossen hat, ist kaum mehr etwas los.

Wenn Platz ist, empfiehlt es sich, die westliche Reihe zu wähle und nicht die, direkt an der Straße. Zum einen wegen des Verkehrslärms, zum anderen deshalb, da sich dort an die Plätze eine Wiese anschließt, auf der man ebenfalls sitzen und liegen kann. Vor allem mit Kindern ist das ein Zugewinn. Abgesehen davon hat man von der Wiese aus einen schönen Blick auf die umgebende Berglandschaft.

Die Ver- und Entsorgung ist angenehmerweise ebenfalls wie der Strom in der Stellplatzgebühr enthalten. Selbst wer nicht übernachten will, kann dennoch Wasser tanken und entsorgen. Das ist vorbildlich, ich finde es stets unsinnig und auch etwas peinlich, teuere Automaten zu installieren, die der Benutzer dann wieder abzahlt mit Gebühren, die wohl wiederum nur die zusätzlichen Kosten für den Bezahlautomaten und dessen Entleerung finanzieren. Ein Wasserschlauch und ein Schacht, der logischerweise in die normale Kanalisation führt – mehr braucht es einfach nicht. Von daher fünf von fünf Sternen für Scheidegg: Hier wurde pragmatisch entschieden – und muss auch nicht befürchten, dass irgendwelche Saubären ihre Fäkalien in der Landschaft entsorgen.

Müll- und Flaschencontainer stehen ebenfalls ein paar Meter vom Stellplatz entfernt. Daher das Fazit: Alles ist relativ einfach, durchdacht (sogar ein paar Bäume gibt es für die Beschattung) und zudem schon aufgrund der umgebenden Landschaft schlichtweg perfekt. Ebenfalls in Fußentfernung (10 Minuten) ist übrigens ein traumhaft schönes, kreisrundes Naturbad mit Nichtschwimmer-Bereich, Babybecken, Spielplatz usw. Das lohnt sich schon aufgrund des grandiosen Weitblicks.

Da eine Kritik nur dann interessant ist, wenn nicht etwa die Nadel im Heuhaufen gesucht, sondern kleinere Verbesserungsvorschläge gemacht werden: So ganz haben wir nicht verstanden, warum ein Teil der Plätze der ursprünglich für Womos vorgesehenen Stellplätze nun für Autos gedacht und für die Übernachtung gesperrt war. Parkplätze stehen nämlich wirklich genügend zur Verfügung und sie sind nicht einmal an einem Wochenende im Juni annähernd besetzt. Die 22 Stellplätze sind zumindest an einem Wochenende im Juni schnell belegt.

Ganz in der Nähe, so 20 Minuten zu Fuß, befindet sich die Kurzklinik Maximilian. Hier werden neben Mutter-Kind- auch Vater-Kind-Kurzen bzw Rehas angeboten.

Gebühren und Bezahlung

Die Übernachtungskosten betragen 17,50 Euro pro Nacht. Darin enthalten sind die Stellplatzgebühr, die Stromkosten und der Kurbeitrag. Duschmarken erhält man, sofern nötig im Scheidegg-Tourismus-Büro oder in Christians Dorfkiosk für 2,00 Euro. Das ist allerdings schon der halbe Preis des nahen Naturbades, das richtig toll ist.

Ausstattung und sonstige Infos

  • 22 befestigte Wohnmobilstellplätze (keine Wohnwagen)
  • Sanitäranlagen im Kurhaus Scheidegg: Toiletten, Duschmöglichkeit (Duschmarken gegen Gebühr: 2 €)
  • Frischwasser, Ver- und Entsorgungsstation (kostenfrei)
  • kostenloses Bayern-WLAN am Kurhaus Scheidegg
  • E-Bike Ladestation am Kurhaus
  • Hunde erlaubt

Keine Stellplatzreservierung möglich!
Der Wohnmobilstellplatz Scheidegg ist ganzjährig geöffnet.


Kurztrip Elbsandsteingebirge

Elbsandsteingebirge Bastei

Es gibt in Deutschland Ziele, die man einmal im Leben gesehen haben sollte. Neuschwanstein, klar. Die Mauerreste in Berlin ebenfalls, ganz sicher aber auch das Elbsandsteingebirge und die Bastei ganz in der Nähe von Dresden. Ideal für einen entspannten Kurztrip – mit teils irritierenden Erlebnissen.

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Stellplatz-Test: Therme Bad Aibling

Wohnmobilstellplatz Therme Bad Aibling. Fotos: Gerhard von Kapff

Der Wohnmobil-Stellplatz liegt schön angelegt sehr ruhig im Grünen und ist gut 150 Meter von der Therme Bad Aibling entfernt. Allenfalls ein Feuerwehr-Einsatz könnte die Wohnmobilisten aus dem Schlaf reißen, denn die Wache ist in unmittelbarer Nähe. Wer es liebt, beim Plätschern eines Baches einzuschlafen, ist hier ebenfalls richtig. Ein kleines Problem ist bisweilen die Kapazität. Zwar stehen 31 Plätze zur Verfügung, trotzdem kann es selbst an Wochentagen mitunter eng werden. Immerhin ist es gestattet, hier auch drei Nächte stehen zu bleiben. Eine Reservierung ist nicht möglich. Hier ein Stellplatz-Test.

Wohnmobilstellplatz Therme Bad Aibling. Fotos: Gerhard von Kapff
Wohnmobilstellplatz Therme Bad Aibling. Fotos: Gerhard von Kapff
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