Trotz Corona: Camping-Rekord 2020

Wintercamping auf dem Campingplatz Allweglehen in Berchtesgaden. Foto: Camping AllweglehenWintercamping auf dem Campingplatz Allweglehen in Berchtesgaden. Foto: Camping Allweglehen

Die Camping-Branche eilt trotz Corona von Rekord zu Rekord. So lagen die Übernachtungen auf Campingplätzen im Jahr 2020 nur gut fünf Prozent hinter dem Rekordjahr 2019 liegen, während die gesamte Tourismusbranche mit Einbußen von rund 40 Prozent kämpfte. Das Jahresergebnis 2020 nimmt mit über 34 Millionen Übernachtungen nach den zwei Rekordjahren 2018 und 2019 den dritten Platz der Campinggeschichte ein, erklärt der Bundesverband der Campingwirtschaft in Deutschland (BVDC). Unter deutschen Gästen war Campingurlaub im eigenen Land dazu so beliebt wie noch nie zuvor – die neue Spitzenzahl von knapp 32 Millionen Inlandsübernachtungen bestätigt die Attraktivität von Campingtourismus und wirft neue Potenziale für die Saison 2021 auf. 


Auch im internationalen Vergleich liegt Camping in Deutschland weit vorn. Lediglich die Nachbarn Tschechien (- 3 Prozent), Dänemark (- 3 Prozent) und die Niederlande (- 4 Prozent) konnten bis November 2020 ein ähnliches Ergebnis bei den Übernachtungen erzielen. Auch Österreich schnitt mit einem Rückgang von 12,6 Prozent vergleichsweise gut ab. Andere, beliebte Urlaubsländer wie Spanien, Kroatien und Italien hatten hingegen mit Einbußen von rund 50 Prozent zu kämpfen. Den fehlenden internationalen Campingtourismus spürten aber auch die deutschen Campingplätze: Es konnten lediglich rund 2,2 Mio. Übernachtungen ausländischer Gäste verzeichnet werden, dies entspricht einem Rückgang von über 53 Prozent und einem historischen Tiefstwert. 

So vielfältig wie Camping in Deutschland ist, so differenziert fielen auch die Übernachtungszahlen der einzelnen Bundesländer aus. Als beliebte Urlaubsziele im Jahr 2020 galten die Länder Schleswig-Holstein (+10,0 Prozent), Brandenburg (+10,5 Prozent , Mecklenburg-Vorpommern (+10,8 Prozent  und Sachsen (+15,7 Prozent . Das mit Abstand größte Übernachtungsplus konnte Sachsen-Anhalt mit einem Zuwachs von 24,9 Prozent verzeichnen. Doch nicht alle Länder profitierten im Jahr 2020 von einem Übernachtungsplus. Die stärksten Einbußen mussten das Saarland (-22,6 Prozent , Thüringen (-15,1 Prozent  und Baden-Württemberg (-15 Prozent  hinnehmen. Auch in den restlichen Bundesländern konnte das starke Vorjahr 2019 in den Übernachtungszahlen nicht übertroffen werden. 

Wie beliebt wird Camping im Jahr 2021 sein? Eine Prognose für 2021 gestaltet sich in Abhängigkeit vom Zeitpunkt des Saisonstarts 2021 schwierig. „Insofern die Camping- und Wohnmobilstellplätze hierzulande ab Ostern öffnen können und es keine innerdeutschen Reiseeinschränkungen bis zum Winter gibt, ist ein neuer Übernachtungsrekord möglich. Das Jahr 2020 hat gezeigt – Camping ist als Urlaubsform auch in Pandemiezeiten mit dem notwendigen Abstand realisierbar und bleibt eine verhältnismäßig sichere und autarke Urlaubsform“, meint Dr. Gunter Riechey, Präsident des BVCD. 

Link: www.bvcd.de

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